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Modo Payments Deutsche Bank kauft sich bei Fintech für mobiles Bezahlen ein

Die Deutsche Bank will mobilen Zahlungsdienstleistern die Stirn bieten. Deshalb sichert sich das Geldhaus zehn Prozent am Fintech Modo Payments.
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Vor der Deutschen Bank hatte die Bank of America bereits eine Partnerschaft mit dem Fintech Modo Payments verkündet. Quelle: AFP
Die Deutsche Bank in Frankfurt

Vor der Deutschen Bank hatte die Bank of America bereits eine Partnerschaft mit dem Fintech Modo Payments verkündet.

(Foto: AFP)

Frankfurt Die Deutsche Bank mag sich seit Monaten um Kostendisziplin bemühen, ganz auf Investitionen will das Institut aber trotz des Sparkurses nicht verzichten: In den USA haben sich die Frankfurter deshalb an dem Dienstleister für mobiles Bezahlen Modo Payments beteiligt, bestätigte ein Sprecher der Bank auf Anfrage.

Auch eine Partnerschaft wurde mit Modo vereinbart. Mit einem niedrigen zweistelligen Millionenbetrag hat sich das Institut einen Anteil von knapp zehn Prozent gesichert, hieß es aus Finanzkreisen. Die Bank wollte sich dazu nicht äußern.

Verantwortlich für die Beteiligung ist die Sparte Global Transaction Banking, in der die Bank den Zahlungsverkehr und das Handelsfinanzierungsgeschäft gebündelt hat. Mit der Beteiligung will sich das Geldhaus Zugriff auf eine Technologie sichern, mit der die Bank künftig Zahlungen direkt auf sogenannte Wallets, also mobile Geldbörsen, von Anbietern wie Paypal, M-Pesa aus Kenia oder Alipay und WeChat aus China leiten kann.

In Deutschland bezahlen erst wenige Menschen mit ihrem Mobiltelefon. Eine Infografik von Statista und Technology Review geht davon aus, dass dieses Jahr rund 2,2 Millionen Menschen in Deutschland an der Kasse ihr Mobiltelefon gezückt haben werden. In Südafrika dürften es bis Jahresende dagegen drei Millionen Menschen sein, in China sogar 349 Millionen.

Gerade in Schwellenländern gewinnen Technologieunternehmen, die Zahlungsdienste jenseits von traditionellen Banken und Bankkonten anbieten, zunehmend an Bedeutung. Für Banken, die im traditionellen Zahlungsverkehr aktiv sind, stellen sie eine wachsende Konkurrenz dar.

Schließlich könnten auch große deutsche Exportunternehmen Kunden solcher Wallet-Anbieter oder von mobilen Zahlungsdienstleistern werden, um über diese Geldtransfers mit ihren Endkunden in Schwellenländern abzuwickeln.

Diesen Wettbewerbern will die Deutsche Bank Paroli bieten können – indem sie nun selbst die Modo-Technologie nutzt. Auf diese Art bleibt die Bank Herr über ihre Kundenbeziehungen. Bislang kann das Institut Geld nicht direkt an einen Wallet-Besitzer leiten, sondern muss ab einem bestimmten Zeitpunkt die Weiterleitung einem Fintech überlassen.

Die Deutsche Bank ist nicht das erste Finanzinstitut, das sich an dem 2010 gegründeten Fintech Modo Payments aus Dallas beteiligt hat. Vor zwei Jahren verkündete die Bank of America bereits eine Partnerschaft mit dem Unternehmen.

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