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Münchener Privatbank Privatbank Merck Finck führt 'konkrete' Gespräche über Zukäufe

Merck Finck will das verwaltete Vermögen in den nächsten fünf Jahren verdoppeln. Dazu führt das Unternehmen „konkrete“ Gespräche über Zukäufe.
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„Bei einigen Übernahmezielen sind wir schon über den Schritt des Screenings hinaus. Gehen Sie davon aus, das Sie in den nächsten Monaten mehr dazu von uns hören werden.“ Quelle: dpa
Merck Finck

„Bei einigen Übernahmezielen sind wir schon über den Schritt des Screenings hinaus. Gehen Sie davon aus, das Sie in den nächsten Monaten mehr dazu von uns hören werden.“

(Foto: dpa)

Die Münchener Privatbank Merck Finck will das verwaltete Vermögen in den kommenden fünf Jahren verdoppeln. Ihre Hauptstrategie dabei: Übernahmen.

Das Unternehmen führt „konkrete“ Gespräche über Zukäufe, erklärte CEO Matthias Schellenberg, der die Bank seit zwei Jahren leitet und zuvor im Vorstand der UBS Deutschland war. „Bei einigen Übernahmezielen sind wir schon über den Schritt des Screenings hinaus. Gehen Sie davon aus, das Sie in den nächsten Monaten mehr dazu von uns hören werden.“ Konkrete Namen nannte er nicht.

Die Zukäufe müssten aber zur Strategie der Bank passen, die sich vorrangig um Kunden mit einem Vermögen ab einer Million Euro kümmert. Als Beispiele nannte er Vermögensverwalter und auch Banken in Deutschland.

Merck Finck ist eine Tochter der Luxemburger Banken-Gruppe KBL European Private Bankers SA, die von Precision Capital und damit von Katars Herrscherfamilie Al-Thani kontrolliert wird. „Wir haben die Pläne für unsere Zukäufe unseren Eignern präsentiert und deren volle Rückendeckung“, erklärte Schellenberg.

Daneben habe Merck Finck bereits die Verträge für 20 neue Berater in diesem Jahr unterschrieben. Zwar erfolge ein Teil dieser Einstellungen, um Abgänge auszugleichen. „Doch die 20 liegt deutlich über dem, was wir kompensieren müssen“, sagte er. Vor gut einem Jahr war Daniel Kerbach als Chief Investment Officer zur Bank gewechselt. Er hatte zuvor bei Julius Bär Group Ltd. in Zürich als Vize-CIO gearbeitet.

Team an Konkurrenz verloren

In Hamburg hatte Merck Finck unlängst ein ganzes Team an einen Konkurrenten verloren. Als neuer Niederlassungsleiter wurde Stefan Ludwig zum ersten Januar ernannt. Schellenberg sagte: „Das Geschäft läuft ganz normal weiter“.

Mit den Expansionsplänen ist Merck Finck nicht alleine. Viele Banken hatten vergangene Woche Einstellungen im deutschen Private Banking verkündet. Dabei bewegten sich hier die Ergebnismargen zuletzt auf niedrigem Niveau, zeigte eine Studie der Unternehmensberatung ZEB im November. Vierzehn untersuchte Institute hätten einen starken Anstieg der verwalteten Vermögen zwischen 2013 und 2017 nicht in wachsende Erträge ummünzen können.

Ihren Hauptsitz hat die 1870 gegründete Merck Finck in München. Mit rund 300 Mitarbeitern, davon 100 Beratern, verwaltet sie derzeit etwa 10 Milliarden Euro an Kundengeldern.

Für 2017 hatte die Bank nach mehreren schwierigen Jahren einen operativer Gewinn in Höhe von 3 Millionen Euro ausgewiesen. Und wie ist 2018 gelaufen? „Wir konnten substanzielle Nettozuflüsse verzeichnen“, so Schellenberg. „Das vergangene Jahr stand für uns aber ganz im Zeichen höherer Investitionen in die IT, um die Digitalisierung voranzutreiben. Diese Investitionen werden sich auch im Jahresabschluss widerspiegeln.“ Der sei jedoch noch nicht gemacht.

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  • Bloomberg
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