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Münchener Rück und Hannover Rück legen Schadensschätzungen vor Hurrikan „Dennis“ kostet deutsche Rückversicherer Millionen

Der karibische Wirbelsturm „Dennis“ hat die Hurrikan-Saison außergewöhnlich heftig eingeläutet und dürfte alleine die Versicherungsbranche mit mehreren hundert Millionen Euro belasten.

HB FRANKFURT/MÜNCHEN. Der Branchenprimus Münchener Rück veranschlagte am Montag die Auswirkungen auf das eigene Geschäft mit 70 bis 130 Millionen Euro. Die Hurrikan-Saison habe mit Dennis „sehr früh und sehr kräftig“ begonnen, sagte ein Konzernsprecher. Die Hannover Rück machte zunächst keine Angaben zur Schadensbelastung, stellte aber klar, dass die Ergebnisziele nicht gefährdet seien. „Das ist von dem Kaliber, von dem die schweren Stürme des vergangenen Jahres waren“, sagte Analyst Ralph Dibbern von MM Warburg. „Das ist definitiv ein sehr früher und ein sehr harter Anfang der Saison.“

„Dennis“ hatte in der Nacht zum Montag Florida erreicht und dort Dächer abgedeckt, Bäume umgeknickt und die Stromversorgung von knapp einer halben Million Menschen unterbrochen. Vergangene Woche waren 32 Menschen auf Kuba und Haiti dem Wirbelsturm zum Opfer gefallen. Die Hurrikan-Saison beginnt Anfang Juni. Schwere Stürme werden aber eher im Herbst erwartet.

Im vergangenen Jahr hatten außergewöhnlich viele Hurrikans - darunter die Wirbelstürme „Charley“, „Jeanne“, „Ivan“ und „Frances“ - die Südostküste der USA getroffen. Alleine in Florida wurden die Schäden auf rund 45 Milliarden Dollar taxiert. Münchener Rück und Hannover Rück hatten deshalb gegen Jahresende ihre Gewinnprognosen zurücknehmen müssen. Die Assekuranzen hatten damals von einem „Jahrtausendereignis“ gesprochen, doch mittlerweile haben US-Meteorologen für 2005 bereits erneut eine überdurchschnittliche Hurrikan-Belastung prognostiziert.

Die Münchener Rück kann etwaige Auswirkungen von „Dennis“ auf den Gewinn nach Worten des Sprechers nicht abschätzen. Zum einen habe die Hurrikan-Saison erst begonnen, zum anderen hänge der Gewinn von vielen anderen Faktoren - etwa dem Ergebnis der Kapitalanlagen - ab, erläuterte er. „Da kann man überhaupt nichts sagen.“ Analysten gehen davon aus, dass der Weltmarktführer drei bis vier Naturkatastrophen der Größe von „Dennis“ problemlos verkraften kann. Die Münchener Rück strebt 2005 eine Eigenkapitalrendite von zwölf Prozent an. Gemessen an den Bilanzzahlen von Ende März entspräche dies einem Reingewinn von mehr als 2,5 (2004: 1,8) Milliarden Euro.

„Nach allem was wir derzeit schon sagen können, sieht es nicht danach aus, dass es unsere Gewinnprognosen beeinflussen dürfte“, sagte ein Sprecher der Hannover Rück und kündigte für den Tagesverlauf eine Schätzung der Belastung an. Die im Nebenwerteindex MDax gelistete Gesellschaft will 2005 einen Gewinn von 430 bis 470 Millionen Euro einfahren.

Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re sah zunächst keine gravierenden Belastungen durch „Dennis“. „Wir würden es kommunizieren, wenn es ein Schaden materieller Art sein sollte“, sagte ein Sprecher. „Dennis“ sei schwächer ausgefallen als der Hurrikan „Ivan“ im vergangenen September. Dieser gilt als einer der schwersten Wirbelstürme, der die Region jemals heimgesucht hat. Die Münchener Rück hatte damals den versicherten Schaden alleine in den USA auf über acht Milliarden Euro taxiert.

Die Allianz, Zurich Financial Services, Converium und Scor erklärten, es sei für Aussagen über mögliche Belastungen noch zu früh. Die Münchener-Rück-Aktie notierte am Nachmittag mit 88,64 Euro um 0,3 Prozent stärker, während der Gesamtmarkt 1,1 Prozent zulegte. Die Papiere von Hannover Rück legten 1,5 Prozent auf 31,3 Prozent zu.

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