Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Munich Re Rückversicherer verzeichnen Schäden in Höhe von 42 Milliarden Dollar durch Naturkatastrophen

Naturkatastrophen haben im ersten Halbjahr weniger Schäden verursacht als erwartet. Für fast eine Milliarde Euro Kosten sorgte der Pfingstmontag allein in Deutschland.
Kommentieren
Entwicklungs- und Schwellenländer waren am stärksten von Umweltkatastrophen getroffen. Quelle: dpa
Erdbeben in China

Entwicklungs- und Schwellenländer waren am stärksten von Umweltkatastrophen getroffen.

(Foto: dpa)

München Besonders hart getroffen hat es Mosambik. Aber auch in den angrenzenden Staaten Malawi, Zimbabwe und Südafrika hat der Zykon „Idai“ im März große Schäden verursacht: Die zumeist einfach gebauten Häuser der Hafenstadt Beira in Mosambik hatten den Windgeschwindigkeiten von bis zu 170 Stundenkilometern kaum etwas entgegenzusetzen. Nach fünf Tagen hatte der Zyklon einen Schaden von rund zwei Milliarden US-Dollar angerichtet.

Dieser Zykon sei „für Mosambik relativ gesehen schlimmer als das Tohoku-Erdbeben von 2011 für Japan, die teuerste Naturkatastrophe aller Zeiten“, sagt Torsten Jeworrek, Vorstand bei der Munich Re. Der Schaden entspricht zehn Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung des armen Mosambik, während es im reichen Japan damals trotz immenser Schäden lediglich 3,4 Prozent waren.

Die Bilanz der Naturkatastrophen, die die Munich Re an diesem Dienstag präsentiert hat, zeigt diesmal einen hohen Anteil an Schäden in besonders armen Ländern. Drei der fünf teuersten Naturkatastrophen fanden im ersten Halbjahr in Entwicklungs- und Schwellenländern statt.

Die Sturzflut im Iran im April und Zyklon „Fani“ im Mai in Indien waren weitere große Schadenereignisse. Übertroffen wurde die Schadensumme nur von zwei schweren Unwettern in den USA im März und im Mai.

Opferzahlen gehen zurück

Insgesamt blieb das erste Halbjahr weltweit jedoch deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt. 370 Ereignisse führten zu Gesamtschäden von rund 42 Milliarden Dollar. Der inflationsbereinigte Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre lag bei 69 Milliarden Dollar. Auch die Zahl der getöteten Menschen sank deutlich.

Waren es im 30-jährigen Durchschnitt 27.336 Todesopfer im ersten Halbjahr, sank die Zahl dieses Jahr auf 4238. Der Bau von Schutzräumen und die bessere Vorwarnung sind die wesentlichen Gründe dafür, dass die Opferzahlen so maßgeblich zurückgegangen sind.

Schwere Unwetterschäden gab es im ersten Halbjahr auch in Deutschland. Von den etwa 900 Millionen Euro, die im Juni europaweit für Hagelschäden entstanden sind, entfiel fast die komplette Summe auf Deutschland.

Besonders in Erinnerung ist der Pfingstmontag, als im Großraum München Hagelkörner von bis zu sechs Zentimeter Größe vom Himmel fielen. Jeweils rund 100.000 Schäden für Autos und Gebäude wurden laut Branchenverband GDV bei den Assekuranzen gemeldet.

Schwere Hagelschläge gab es in Europa auch in den ersten Wochen des zweiten Halbjahres. In Italien und Griechenland kam es zu schweren Gewittern mit Hagel. „Diese Entwicklung wird sich in den nächsten Jahren fortsetzen“, sagt Ernst Rauch, der Chef-Klimatologe bei Munich Re.

Mehr: Rückversicherer beobachten das Klima genau. Einen Preis für Kohlendioxid hält Munich-Re-Chef für ein geeignetes Mittel, um Emissionen in den Griff zu bekommen.

Startseite

Mehr zu: Munich Re - Rückversicherer verzeichnen Schäden in Höhe von 42 Milliarden Dollar durch Naturkatastrophen

0 Kommentare zu "Munich Re: Rückversicherer verzeichnen Schäden in Höhe von 42 Milliarden Dollar durch Naturkatastrophen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote