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Nach 16 Jahren Nick Leeson entschuldigt sich spät

Der für die Pleite der britischen Barings Bank verantwortliche Händler Nick Leeson hat sich nach 16 Jahren erstmals entschuldigt. Er habe nie geglaubt, dass die Bank zusammenbrechen könnte.
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Späte Entschuldigung: Nick Leeson Quelle: Reuters

Späte Entschuldigung: Nick Leeson

(Foto: Reuters)

London16 Jahre nach dem Zusammenbruch der britischen Barings Bank hat sich der dafür verantwortliche Aktienhändler erstmals für seine hoch spekulativen Geschäfte entschuldigt. "Reue ist ein viel verwendetes Wort, aber es tut  mir wirklich leid", sagte Nick Leeson laut Vorabveröffentlichungen bei einem Gespräch mit dem früheren Barings-Chef Peter Norris, das BBC Radio am Sonntag ausstrahlen wollte. Seine Entschuldigung sei "aufrichtig", er sei allerdings nicht sicher, ob sie etwas ändere.      

Leesons riskante Geschäfte mit Derivaten hatten der Barings Bank 1995 Verluste in Höhe von 1,3 Milliarden Pfund eingebracht und zum Zusammenbruch der Investmentbank geführt. Norris sagte zu Leeson, er habe ihm damals "die Lichter ausblasen" wollen.  

Nach seinen Pleitegeschäften war Leeson geflohen und hatte einen Zettel hinterlassen, auf dem lediglich das Wort "sorry" stand. Er wurde am Flughafen in Frankfurt am Main festgenommen und in Singapur vor Gericht gestellt. Von seiner sechseinhalbjährigen  Haftstrafe musste er vier Jahre absitzen.       

Während seiner Haft erkrankte Leeson an Darmkrebs, außerdem ging seine erste Ehe in die Brüche. Nach seiner Verurteilung schrieb der Skandal-Händler den Bestseller "Das Milliarden-Spiel. Wie ich die Barings-Bank ruinierte", der später mit Ewan McGregor  unter dem Titel "Das schnelle Geld - Die Nick-Leeson-Story" verfilmt wurde.      

Leeson berichtete in der BBC-Sendung, er habe als Derivate-Händler täglich mehrere zehn Millionen Pfund verloren. "Gegen Ende hätte es noch mehr sein können - hunderte Millionen." Er habe aber nie geglaubt, dass die Bank zusammenbrechen könnte. "Ich  wusste noch nicht einmal, was die Bank wert war", sagte Leeson.

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  • afp
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