Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Nach angekündigtem Stellenabbau Böse Überraschung für Dresdner-Mitarbeiter

Trotz des geplanten massiven Stellenabbaus will die angeschlagene Investmentbank Dresdner Kleinwort zugleich führende Mitarbeiter über millionenschwere Bonuszahlungen an Bord halten. „Man muss einfach sicherstellen, dass diese Leute nicht reihenweise weglaufen“, sagte ein Insider dem Handelsblatt.
Die Dresdner steht von nun an im Schatten der Commerzbank. Durch die Fusion fallen etliche Stellen weg - einige Mitarbeiter sind der Dresdner aber dabei mehr wert als andere. Foto: ap Quelle: ap

Die Dresdner steht von nun an im Schatten der Commerzbank. Durch die Fusion fallen etliche Stellen weg - einige Mitarbeiter sind der Dresdner aber dabei mehr wert als andere. Foto: ap

(Foto: ap)

FRANKFURT/LONDON. Die Commerzbank will im Zuge der Übernahme der Dresdner Bank deren Investment-Banking radikal eindampfen. Seit Wochen gebe es bei Dresdner Kleinwort einen garantierten Bonus-Pool, um wichtige Mitarbeiter zu halten, sagten mehrere Insider dem Handelsblatt. Dieser Topf belaufe sich auf 75 Prozent des Vorjahresvolumens. Hinzu kämen für wichtige Banker Halteprämien, die neben Bargeld auch aus einer Aktien- oder Aktienoptionskomponente bestünden.

Dresdner Kleinwort, die bisherige Konzernmutter Allianz und die Commerzbank lehnten eine Stellungnahme ab. Der neue Eigentümer, der zum 1. Januar das Ruder übernimmt, hat angekündigt, im Investment-Banking rund 1 300 Stellen zu streichen – den größten Teil davon bei Dresdner Kleinwort in London. In Finanzkreisen wird unter anderem mit einem weitgehenden Aus für die internationale Beratung bei Übernahmen und Fusionen sowie das Aktienemissionsgeschäft gerechnet.

Für die insgesamt 9 000 Beschäftigten, die Dresdner Bank und Commerzbank im Zuge der Übernahme bis 2012 verlassen müssen, ist der garantierte Bonus-Pool ein Schlag ins Gesicht. „Das passt nicht in die Landschaft“, sagte Hans-Georg Binder, der als Betriebsratschef der Frankfurter Dresdner-Zentrale rund 4 000 Mitarbeiter vertritt. „Wenn tatsächlich im Vorfeld Sonderlocken gestrickt worden sind, dürfte das auf den entschiedenen Widerstand der Gremien treffen.“, so Binder weiter und „sollte dies tatsächlich den Tatsachen entsprechen, wäre das das absolut falsche Signal.“



Commerzbank-Gesamtbetriebsratschef Uwe Tschäge ergänzte: „Sollte das zutreffen, wäre es eine Ungerechtigkeit gegenüber all jenen Mitarbeitern, die vom Stellenabbau bedroht sind.“ Die Dresdner Kleinwort fuhr in den ersten sechs Monaten 2008 einen operativen Verlust von fast 1,3 Mrd. Euro ein. Das Privatkundengeschäft der Dresdner blieb hingegen in den schwarzen Zahlen. Verdi-Vorstand Uwe Foullong forderte das Management auf, zügig Verhandlungen zur Beschäftigungs- und Standortsicherung aufzunehmen. „Es kann nicht sein, dass einzelne Mitarbeiter gut bedient werden.“

Die Commerzbank hat angekündigt, im Zuge der Dresdner-Übernahme das Investment-Banking massiv zu stutzen. Der Bereich umfasst in beiden Häusern derzeit etwa 7 000 Mitarbeiter, davon rund 5 500 bei Dresdner Kleinwort (DKIB). Commerzbank-Finanzchef Eric Strutz hatte erklärt, für „Zocken“ werde bei der DKIB, die in Teilbereichen auch in den vergangenen Jahren durchaus erfolgreich war, künftig kein Raum mehr sein.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%