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Nach dem Stresstest DGB-Vorstand greift Bankenaufsicht offen an

Nach den Stresstest-Ergebnissen kritisiert DGB-Vorstandsmitglied Claus Matecki die Bankenaufsicht scharf. Die Praxis, stille Einlagen nicht als hartes Kernkapital anzuerkennen, sei "ideologisch motiviert".
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Blick auf die Bankentürme von Frankfurt am Main: Die Europäische Bankenaufsicht steht für die Praxis des Stresstests in der Kritik. Quelle: dpa

Blick auf die Bankentürme von Frankfurt am Main: Die Europäische Bankenaufsicht steht für die Praxis des Stresstests in der Kritik.

(Foto: dpa)

Berlin Nach der Veröffentlichung der Stresstest-Ergebnisse hat DGB-Vorstandsmitglied Claus Matecki die Praxis der Europäischen Bankenaufsicht (EBA), Stille Einlagen nicht als hartes Kernkapital anzuerkennen, als ideologisch motiviert beschrieben. „Erneut wird von europäischer Ebene Druck auf den öffentlichen Bankensektor in Deutschland gemacht. Schließlich versuchen marktradikale Kräfte in der Europäischen Kommission schon lange, die ungeliebte staatliche Konkurrenz der Privatbanken loszuwerden“, sagte Matecki am Samstag in Berlin.

Dass die EBA den Landesbanken „weder eine angemessene Frist zur Verkleinerung ihres Bestands an Stillen Einlagen gewährt, noch die entsprechenden Maßnahmen des Landes Hessens berücksichtigt habe, zeige um was es wirklich gehe, erklärte Matecki. Der EBA sei von Anfang an klar gewesen, dass insbesondere deutsche Landesbanken über einen hohen Anteil an Stillen Einlagen verfügten.

Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) hatte der EBA untersagt, ihre Stresstest-Ergebnisse offen zu legen. Die Praxis, bei der Kernkapitalquote Stille Einlagen der Länder nicht anzuerkennen, kritisierte das Institut scharf. Die anderen zwölf untersuchten Banken aus Deutschland bestanden den Test.

 

  • dapd
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