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Nach der Commerzbank-Razzia Generali streitet Beihilfe zur Steuerhinterziehung ab

In ganz Deutschland hatten jüngst Ermittler Filialen der Commerzbank durchsucht. Sie suchten nach Beweisen, um dem Versicherer Generali Beihilfe zur Steuerhinterziehung nachweisen zu können. Das Unternehmen wehrt sich.
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Sie treten den Vorwürfen nun aktiv entgegen: Generali gibt an, mit den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen einen ausländischen Versicherer nichts zu tun zu haben. Quelle: dpa

Sie treten den Vorwürfen nun aktiv entgegen: Generali gibt an, mit den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen einen ausländischen Versicherer nichts zu tun zu haben.

(Foto: dpa)

KölnDer Kölner Versicherer Generali hat nach eigener Darstellung Kunden nicht mit Lebensversicherungsprodukten bei der Steuerhinterziehung geholfen. „Die Produkte waren zu der Zeit rechtskonform mit deutschem wie EU-Recht“, sagte der Vorstandschef der Generali Deutschland, Dietmar Meister, am Donnerstag in Köln.

Vergangene Woche hatten Steuerfahnder die Zentrale und mehrere Niederlassungen der Commerzbank durchsucht. Sie vermuten, dass ein ausländischer Versicherer, der mit der Bank zusammenarbeitet, seit 2006 in mehr als 200 Fällen Beihilfe zur Hinterziehung von Einkommenssteuer geleistet hat. Informationen des Handelsblatts zufolge handelt es sich um die Generali. Die Commerzbank hatte bis 2010 flächendeckend Policen von Generali vertrieben, verkauft aber inzwischen Versicherungen des ehemaligen Dresdner-Bank-Eigentümers Allianz.

Es seien keine Anzeigen oder Ersuchen deutscher Behörden bei der Muttergesellschaft Assicurazioni Generali ergangen, sagte Generali-Deutschland-Chef Meister. Aus heutiger Sicht seien auch keine Ermittlungen gegen Mitarbeiter seines Unternehmens bekannt. Auch ein Sprecher des italienischen Mutterkonzerns wies die Vorwürfe zurück.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Bochum geht es bei dem Fall um den Verkauf von Geldanlagen, die als Lebensversicherungen getarnt sind. Bei diesen "Versicherungsmänteln" werden etwa Aktiendepots in Lebensversicherungen verpackt. Diese sind steuerbegünstigt, die seit 2009 erhobene Abgeltungssteuer wird auf sie nicht fällig.

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1 Kommentar zu "Nach der Commerzbank-Razzia: Generali streitet Beihilfe zur Steuerhinterziehung ab"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wenn man unterhalb eines bestimmten Satzes verdienen (und damit auch so versteuern) muß um in eine gestzliche Versicherung zu kommen ist das zumindest Aufforderung zu entweder Lohndumping oder Steuerhinterziehung!

    http://mama-mares.baehring.at

    Richtig übel wird es aber wenn Leute genötigt und epreresst werden solche Optimierungs-Modell mitzumachen.