Nach Hacker-Attacke Chef von Wirtschaftsauskunftei Equifax geht

Bei einem Hackerangriff wurden die Daten von 143 Millionen Equifax-Kunden in den USA erbeutet. Jetzt tritt der Chef des Finanzdienstleisters zurück. Schon zuvor mussten einige Führungskräfte ihren Schreibtisch räumen.
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Der Finanzdienstleister steht wegen des Umgangs mit der Hackerattacke massiv in der Kritik. Quelle: AP
Equifax

Der Finanzdienstleister steht wegen des Umgangs mit der Hackerattacke massiv in der Kritik.

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AtlantaNach dem gewaltigen Diebstahl hochsensibler Daten von bis zu 143 Millionen Amerikanern ist der Chef der Wirtschaftsauskunftei Equifax zurückgetreten. Der bisherige Chef des Geschäfts in Südostasien, Paulino do Rego Barros, solle kommissarisch den Job von Richard Smith übernehmen, teilte Equifax am Dienstag mit. Zuvor hatte Equifax bereits den IT- und den Sicherheitschef in den Ruhestand geschickt. Der Finanzdienstleister war für den Umgang mit der Hackerattacke massiv kritisiert worden.

Der Datenklau gefährdet die Betroffenen besonders, weil die Angreifer auch an die Sozialversicherungsnummern der Opfer gelangten. Diese Nummern werden in den USA oft zur Identifizierung im Alltag zum Beispiel bei Mobilfunk-Verträgen oder Kreditanfragen genutzt. Zudem hätten sich die Angreifer auch Zugang zu Namen, Geburtsdaten und Adressen verschafft.

Die Kombination aus diesen vier Informationen kann Betrügern Tür und Tor öffnen, indem sie zum Beispiel Kredite in fremdem Namen aufnehmen. Equifax hatte den seit Mai laufenden Einbruch nach eigenen Angaben im Juli bemerkt und gestoppt - aber die Betroffenen erst im September informiert.

  • dpa
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