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Nach Milliardenbußen Credit Suisse prüft Verkleinerung des US-Geschäfts

Am Dienstag hat die Credit Suisse einer Milliardenstrafe in den USA zugestimmt – nun überlegt sie, sich aus dem Land teilweise zurückzuziehen. Die Risiken von Rechtskosten müssten berücksichtigt werden.
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Urs Rohner, Verwaltungsratspräsident der Credit Suisse, betonte, trotz der hohen Strafe in den USA keine personellen Konsequenzen ziehen zu wollen. Quelle: dpa

Urs Rohner, Verwaltungsratspräsident der Credit Suisse, betonte, trotz der hohen Strafe in den USA keine personellen Konsequenzen ziehen zu wollen.

(Foto: dpa)

Zürich Nach der Rekordstrafe wegen Geschäften mit amerikanischen Steuerhinterziehern denkt die Schweizer Großbank Credit Suisse über eine Verkleinerung ihrer US-Aktivitäten nach. „Ich habe bereits angeordnet, dass wir diese Frage sehr genau prüfen“, sagte Verwaltungsratspräsident Urs Rohner der „Neuen Zürcher Zeitung“ (Mittwoch). „Wir müssen die Risiken von hohen Rechtskosten berücksichtigen.“ Im Blick habe die Bank dabei vor allem das Investmentbanking.

Die Credit Suisse (CS) hatte sich am Dienstag schuldig bekannt, US-Bürgern bei der Steuerhinterziehung geholfen zu haben und einer Strafzahlung von 2,6 Milliarden Dollar in den USA zugestimmt. Es ist die höchste jemals in einem Steuerverfahren in den USA verhängte Buße. Im Gegenzug kann die CS ihre Banklizenz in dem Land behalten.

„Die Idee ist, rascher zu einer etwa gleichmäßigen Kapitalverteilung für die Vermögensverwaltung und das Investmentbanking zu kommen“, sagte Rohner. Für die Schweizer Banken sind große Teile des Kapitalmarktgeschäfts sehr teuer, weil sie seit der Finanzkrise besonders strenge Kapitalvorgaben von den Schweizer Behörden haben.

Rohner betonte, trotz der hohen Strafe in den USA keine personellen Konsequenzen ziehen zu wollen. Damit stärkte er dem seit 2007 amtierenden Vorstandschef Brady Dougan den Rücken. Auch für sich selbst schloss Rohner einen schnellen Abschied aus.

Die teure Beilegung des Steuerstreits habe dem Tagesgeschäft kaum geschadet, sagte er. „Wir haben von den Kunden viel Zuspruch bekommen und bisher kaum negative Reaktionen erhalten. Bei den Gegenparteien im Interbankengeschäft gab es keine besonderen Vorkommnisse.“

Die Bank wolle auch Steuerfälle in Europa klären. „Wir nehmen keine unversteuerten Gelder an, und für die Altlasten braucht es eine gute Regelung“, erklärte Rohner. Die Bank trenne sich von Kunden, die innerhalb einer gewissen Frist keinen Nachweis für ihre Gelder vorlegen könnten. Das gelte für alle Länder in der EU.

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