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Nachgefragt „Geliebtes Kind der Aktionäre“

Hubert Schulte-Kemper ist Vorstandschef der Commerzbank-Tochter Hypothekenbank in Essen. Im Interview spricht er über die Übernahme der Eurohypo durch die Commerzbank.

Handelsblatt: Macht Ihnen die Übernahme der Eurohypo durch die Commerzbank Angst, weil die Commerzbank jetzt auch darauf aus sein könnte, ihre bislang 51-prozentige Tochter Hypothekenbank in Essen komplett zu übernehmen?

Hubert Schulte - Kemper: Nein. Die Hypothekenbank in Essen ist in ihrer ganzen Strategie darauf ausgerichtet, sich mit einer Eigenkapitalrendite von 14 bis 15 Prozent nach Steuern im speziellen Segment der Staatsfinanzierung so zu positionieren, dass die Aktionäre grundsätzlich Freude an der Essen Hyp haben.

Aber könnte die Commerzbank nicht noch größere Freude haben, ihr Haus ebenfalls zu integrieren?

Wie die Commerzbank ist auch unser anderer Großaktionär, die Schuppli-Gruppe, von der die Commerzbank vor elf Jahren 51 Prozent gekauft hat, mit unserem Haus sehr zufrieden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich da etwas tut.

Können Sie sich denn vorstellen, dass die Commerzbank ihren 51-prozentigen Anteil an der Essen Hyp verkaufen will?

In dieser Vorstellungswelt lebe ich nicht. Im Gegenteil, ich nehme wahr, dass die Commerzbank in ihren Präsentationen auch nach außen hin stets auf die große Ertragskraft der Essen Hyp verweist. Ich bin sicher, dass wir ein geliebtes Kind unserer Aktionäre sind. Die Commerzbank hat mit der Strategie, die Eurohypo fast komplett zu übernehmen, aus meiner Sicht ein abgerundetes Bild für ihre zukünftige Struktur geschaffen. Auf dem deutschen und internationalen Hypotheken- und Kapitalmarkt hat sie jetzt zwei Standbeine: mit der Eurohypo mit dem Schwerpunkt in der Immobilienfinanzierung und mit der Essen Hyp mit dem Schwerpunkt Staatsfinanzierung. Damit ist die Commerzbank hervorragend positioniert.

Sie fürchten also auch nicht, dass Eurohypo und Essen Hyp zusammengelegt werden?

Nein. Ich gehe davon aus, dass die Commerzbank ihre Strategie aus dem Jahr 2001 weiter für sinnvoll hält. Damals hat sich ja ganz bewusst dafür entschieden, nur ihre Hypothekentochter Rheinhyp in die neue Eurohypo mit den Hypotheketöchtern von Deutscher und Dresdner Bank einzubringen. Ich denke, dass die Hypothekenbank in Essen als Commerzbank-Tochter auf dem Gebiet der Staatsfinanzierung jetzt noch zusätzliche Strahlkraft erhält.

Sind denn aus derzeitiger Sicht Synergien zwischen Eurohypo und Essen Hyp möglich?

Synergieeffekte wären möglich, wenn wir im Hypothekengeschäft in gewisser Weise als Zulieferer für die Eurohypo tätig würden. Unsere Geschäftsverbindungen im Hypothekenbereich sind mittlerweile so groß geworden, dass wir gar nicht mehr alles, was an Kreditwünschen an uns herangetragen wird, verarbeiten können. Wir könnten uns vorstellen, in diesem Punkt mit der Eurohypo zu sprechen und so für sie quasi als Vermittler tätig zu werden.

Die Fragen stellte Andrea Cünnen.

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