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Naspers Tech-Investor kauft türkischen Paypal-Konkurrenten Iyzico

Den Online Zahlungsdienstleister Iyzico verwenden in der Türkei selbst die kleinsten Unternehmen. Jetzt wechselt das Unternehmen den Besitzer.
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Tech-Investor kauft türkischen Paypal-Konkurrenten Iyzico Quelle: Iyzico
Barbaros Özbugutu und Tahsin Isin

Der Geschäftsführung (l.) von Iyzico macht Kasse.

(Foto: Iyzico)

IstanbulBarbaros Özbuğutu ist in Deutschland aufgewachsen. Doch sein Unternehmen, den Online-Zahlungsdienstleister Iyzico, baute er in der Türkei auf, wo seine Eltern herkommen. „Nur ein Bruchteil der kleinen Unternehmen nutzt hier digitale Zahlungsmethoden“, erklärte er im Gespräch mit dem Handelsblatt. Gleichzeitig sei die Bevölkerung jung und internetaffin.

Sein Unternehmen expandierte schnell, Özbuğutu beschäftigt inzwischen mehr als 100 Mitarbeiter. Jetzt hat er Iyzico für 165 Millionen US-Dollar an den in Südafrika stationierte Technologie-Investor Naspers verkauft. Es handelt sich um die größte Übernahme der Organisation im sogenannten Fintech-Bereich.

Der türkische Markt für E-Commerce wächst derzeit um zehn Prozent pro Jahr. Auch Amazon nutzt die Dienste von Iyzico für sein Türkei-Geschäft. Unternehmer Özbuğutu gründete das Unternehmen 2013, nachdem er in Deutschland im Telekommunikations-Sektor Karriere machte.

Sein System, über das man Online-Käufe per Kreditkarte bezahlen kann, nutzen selbst die kleinsten Unternehmen im Land, darunter viele Designer aus Istanbul, die ihre Produkte über einen Instagram-Kanal verkaufen. Über einen Link wird man zu einer Online-Maske von Iyzico weitergeleitet, über die man bezahlen kann. Der Verkäufer braucht das Zahlungssystem dafür nicht in die eigene Website integrieren. In Europa fanden Konkurrent wie „Sofort“ oder „Klarna“ damit schnell Anklang bei Verkäufern und Kunden.

Die Beratungsfirma Boston Consulting Group schätzt, dass der Markt für Online-Zahlungen bis 2027 auf eine Billion Dollar anwachsen wird. „Wir schauen ständig nach Möglichkeiten, um am organischen Wachstum in dem Bereich teilzuhaben“, erklärte Mario Shiliashki von PayU, der Abteilung für Zahlungsdienstleister bei Naspers.

In der Türkei wächst der Markt derzeit besonders stark. Auch wenn das Land wirtschaftlich derzeit eine Krise durchmacht und der Konsum nachlässt, so steigt täglich die Zahl der Menschen im Land, die in den Mittelstand aufrücken und noch dazu mit Smartphones und Internet aufgewachsen sind. Online-Bestellungen gehören in der Türkei zum Alltag, von der Pizza über Mode bis zu Möbeln.

2015 kaufte der deutsche Lieferdienst Delivery Hero die türkische Bestell-App Yemeksepeti für 589 Millionen Dollar. Iyzico-Mitgründer Barbaros Özbuğutu hatte vor sechs Jahren den richtigen Riecher, und das nicht nur mit der Geschäftsidee, sondern auch bei der Wahl des Unternehmenssitzes.

Mehr: Finanzdienstleister Klarna macht fast ein Drittel mehr Umsatz. Einen großen Beitrag dazu haben deutsche Kunden geleistet.

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