Negativzinsen Urteil mit zwei Siegern

Banken dürfen Minuszinsen auf Tages- und Festgelder nicht nachträglich einführen, lautet das Urteil des Landgerichts Tübingen. Ein generelles Verbot von Negativzinsen ist mit der Entscheidung aber nicht verbunden.
Update: 28.01.2018 - 15:57 Uhr
Die Richter sprachen ein wegweisendes Urteil zu Negativzinsen. Quelle: dpa
Landgericht in Tübingen

Die Richter sprachen ein wegweisendes Urteil zu Negativzinsen.

(Foto: dpa)

BerlinErstmals hat ein Gericht in Deutschland ein Urteil für den Umgang mit Negativzinsen gefällt. Banken dürfen ihren privaten Kunden danach für bestehende Sparverträge keine Minuszinsen auferlegen. Ein Präzedenzfall für das generelle Verbot von Negativzinsen wurde allerdings nicht geschaffen, da sich das Gericht nur auf laufende Verträge bezog, nicht auf Neuverträge. „Mit der vorliegenden Entscheidung wird … keineswegs dauerhaft die Einführung von Negativzinsen untersagt“, stellte das Landgericht Tübingen klar (Az. 4 O 187/17).

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