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Neuausrichtung Hypo-Vereinsbank bleibt wohl von massivem Stellenabbau bei Unicredit verschont

Bei der italienischen Großbank könnten 10.000 Arbeitsplätze wegfallen. Die deutsche Tochter, die Hypo-Vereinsbank, ist aber wohl nicht betroffen.
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Die deutsche Tochter der Unicredit hatte zuletzt bereits mehr als tausend Stellen pro Jahr abgebaut. Quelle: dpa
Hypo-Vereinsbank

Die deutsche Tochter der Unicredit hatte zuletzt bereits mehr als tausend Stellen pro Jahr abgebaut.

(Foto: dpa)

München Mit dem Strategieprogramm „Transform“ brachte Unicredit-Chef Jean Pierre Mustier für die italienische Großbank Unicredit die Gewinnwende und die Rückkehr in die erste Reihe der europäischen Tophäuser. In den drei Jahren baute die Bank ihren Personalbestand von anfangs 100.000 Mitarbeitern um rund 14.000 Stellen ab. Beim Nachfolgeprogramm für die Jahre 2020 bis 2023, das Anfang Dezember vorgestellt wird, werden all die Maßnahmen indes nicht ausreichen.

Ähnlich wie bei der Deutschen Bank könnten auch bei Unicredit in nächster Zeit Tausende von Arbeitsplätzen wegfallen. In Medienberichten war von 10.000 Arbeitsplätzen die Rede. Damit sollten die Betriebskosten um rund zehn Prozent gesenkt werden. Für genaue Zahlen sei es jedoch noch zu früh, womöglich falle der Abbau auch geringer aus, hieß es. Die Bank selbst wollte die Gerüchte nicht kommentieren. Exakte Zahlen werde es wohl erst im Herbst geben.

Weitgehend vom Jobabbau verschont werden könnte nach Informationen des Handelsblatts die Hypo-Vereinsbank (HVB). Die deutsche Tochter der Unicredit beschäftigte zum Jahreswechsel rund 12.000 Mitarbeiter in Vollzeit und hatte zuletzt bereits mehr als tausend Stellen pro Jahr abgebaut. Noch im Jahr 2016 waren 14.700 Mitarbeiter beschäftigt.

Schon vor rund zwei Jahren erzielten die Arbeitnehmervertreter eine Vereinbarung mit der Konzernmutter, dass bis zum Jahr 2025 mindestens 11.000 Vollzeitstellen bei der HVB erhalten werden sollen. Diese Regelung wurde bisher nicht widerrufen. Allerdings ist sie juristisch nicht bindend, heißt es von Arbeitnehmerseite. Man verlasse sich aber weiterhin darauf.

Insgesamt sind in Deutschland nur 14 Prozent der 86.230 Unicredit-Mitarbeiter beschäftigt, in Italien 46 Prozent und 30 Prozent in Zentral- und Osteuropa. Der große Aderlass, ist im Umfeld der Bank zu hören, würde vermutlich dort stattfinden, käme es zu größeren Stellenstreichungen. Dass im Rahmen des neuen Strategieprogramms im Dezember Arbeitsplätze wegfallen, wird aber allgemein erwartet. Derzeit werde jede Einheit und Region durchforstet, berichten Insider. Erste Hinweise zu den Auswirkungen bei der HVB könnte es möglicherweise am 1. August geben. Dann tagt der Aufsichtsrat.

In diesem Zusammenhang halten sich seit Wochen Gerüchte, dass die Unicredit ihr Auslandsgeschäft unter dem Dach der Hypo-Vereinsbank in München zusammenfassen will. Jean-Pierre Mustier hatte im Mai angekündigt, dass er die Bank zur günstigeren Refinanzierung unabhängiger von Italien machen wolle. Die Folge könnte eine Holding aller Auslandsgesellschaften um die HVB, die Bank Austria sowie die Töchter in Zentral- und Osteuropa sowie in der Türkei sein.

Eine Rückkehr in die Zeit, als die HVB noch ein eigenständiges Haus war, wäre eine solche Entscheidung dennoch nicht. Das würde der als Stratege geltende Mustier nicht zulassen. In den mittlerweile mehr als 14 Jahren seit der Fusion sind beide Häuser immer enger zusammengewachsen. Nicht umsonst lautet der Slogan seit Jahren: „One Bank, one Unicredit“.

Mehr: Bei der italienischen Großbank Unicredit könnten bald Tausende Arbeitsplätze wegfallen. Weitgehend verschont werden dürfte indes die deutsche Tochter Hypo-Vereinsbank.

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