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Neue Technik Kontaktloses Bezahlen in Deutschland wächst rasant

Die Deutschen greifen immer häufiger zur Girocard, um ihre Einkäufe zu begleichen – und dieser Trend wird durch eine neue Bezahlvariante verstärkt.
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Das bisher übliche Einstecken der Karte ist oftmals nicht mehr nötig. Quelle: EyeEm/Getty Images
Kontaktloses Bezahlen

Das bisher übliche Einstecken der Karte ist oftmals nicht mehr nötig.

(Foto: EyeEm/Getty Images)

FrankfurtDie Liebe der Deutschen zum Bargeld ist groß. Doch sie greifen immer häufiger zur Girocard, um ihre Einkäufe zu begleichen – und dazu trägt eine neue Bezahlvariante bei: das kontaktlose Zahlen. Bereits 48 Prozent der Verbraucher nutzen das kontaktlose Bezahlen, ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar Emnid im Auftrag der Postbank.

Dabei hält man die Girocard – die nach wie vor fast jeder EC-Karte nennt – kurz an das Kassenterminal, das bisher übliche Einstecken ist nicht mehr nötig. Die Daten werden per Funk übertragen. Auch Kreditkarten kommen beim kontaktlosen Bezahlen zum Einsatz. Fünf Prozent verwenden das Smartphone.

Wie oft Verbraucher dabei die Kontaktlosfunktion wählen, zeigt die Umfrage nicht. Einen Hinweis auf tatsächlich stark steigende Nutzer ergibt sich aus Zahlen der Sparkassen, die Marktführer im Geschäft mit Privatkunden sind: Bei ihnen waren im März bereits gut 27 Prozent der Girocard-Zahlungen kontaktlos. Das Wachstum ist auch ein Zeichen dafür, dass die deutschen Verbraucher sich – trotz der Bargeldaffinität – auf neue Bezahlmethoden einlassen.

Basis für das kontaktlose Bezahlen mit Giro- oder Kreditkarte ist die NFC-Technologie, die Abkürzung steht für Near Field Communication, die in Kassenterminals sowie in Chips der neuen Giro- und Kreditkarten integriert ist. Sie überträgt über maximal vier Zentimeter Distanz Daten per Funk.

Der Kunde muss die Karte also ziemlich nah an das Kartenterminal halten. Bei Einkäufen von bis zu 25 Euro muss man keine Geheimnummer mehr eingeben. Ein großer Teil der Kassenterminals, rund 80 Prozent, bei deutschen Einzelhändlern ist inzwischen mit der NFC-Technik ausgestattet.

Zuletzt haben die Deutschen an der Ladenkasse noch rund drei Viertel der Transaktionen mit Bargeld gezahlt. Gemessen am Umsatz des Handels gab es nun aber einen Wendepunkt – erstmals mehr Karten- als Barzahlungen: Laut einer Studie des Handelsforschungsinstituts EHI lag der Umsatzanteil der Barzahlungen 2018 nur noch bei 48,3 Prozent. Kartenzahlungen machten 48,6 Prozent aus.

Die restlichen 3,1 Prozent verteilen sich auf Rechnungen, Finanzkäufe und Gutscheine. Auch Handy-Zahlungen basieren in der Regel auf der NFC-Technologie. Dabei steht das Bezahlen per Smartphone – an der Ladenkasse oder beim Onlineshopping – in Deutschland noch ganz am Anfang. Viel Aufmerksamkeit hat die neue Bezahlart im vergangenen Jahr erhalten, weil 2018 in Deutschland sowohl Apple Pay als auch Google Pay gestartet sind.

Für einen vorerst weiter hohen Bargeldanteil spricht jedoch, dass die meisten Verbraucher ohnehin meist Bargeld dabei haben: 65 Prozent vermissen „bei keiner Gelegenheit“ und 22 Prozent nur gelegentlich, bargeldlos bezahlen zu können, ergab die Kantar-Emnid-Umfrage.

Mehr zum Thema: Die deutschen Banken stellen ihren Zahlungsverkehr auf den Prüfstand. Und sondieren, ob sie ihre verschiedenen Bezahlverfahren bündeln können, um sich besser gegen große Technologiefirmen wie Amazon, Apple und Google zu wappnen.

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