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Neuer Vertrag Theodor Weimer soll Deutsche-Börse-Chef bleiben

Der Aufsichtsrat ist für eine mehrjährige Vertragsverlängerung von Vorstandschef Weimer. Das ist auch für Deutsche-Bank-Investoren von Bedeutung.
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Der Vertrag wird kurz nach Vorlage der Quartalszahlen verlängert. Quelle: dpa
Deutsche-Börse-Chef Theodor Weimer

Der Vertrag wird kurz nach Vorlage der Quartalszahlen verlängert.

(Foto: dpa)

Theodor Weimer soll über 2020 hinaus Vorstandschef der Deutschen Börse bleiben. Der Aufsichtsrat habe sich mit einer Vertragsverlängerung von Weimer, „der das Unternehmen sehr erfolgreich führt, im Rahmen des üblichen Verfahrens befasst“, erklärte Chefaufseher Joachim Faber.

„Der Aufsichtsrat hat sich bereits auf meinen Vorschlag hin für eine mehrjährige Verlängerung ausgesprochen und wird seine Entscheidung entsprechend der gesetzlichen Vorgaben gleich am Anfang des neuen Jahres treffen.“

Das Handelsblatt hatte bereits im Mai berichtet, dass Weimer auf einen neuen Drei- oder Fünfjahresvertrag hoffen kann. Zuletzt hatten einige Medien und Deutsche-Bank-Investoren jedoch darüber spekuliert, dass Weimer als Aufsichtsratschef zu Deutschlands größtem Geldhaus wechseln könnte.

Dort steht Chefkontrolleuer Paul Achleitner schon seit Längerem in der Kritik. Durch die bevorstehende Vertragsverlängerung von Weimer bei der Deutschen Börse dürften diese Spekulationen nun abebben.

Aufsichtsratschef Faber verkündete die bevorstehende Vertragsverlängerung von Weimer schon jetzt, um eine Meldung des Branchendienstes „Platow Brief“ zu dementieren. Dieser hatte berichtet, es gebe ein Gerangel um Weimers Vertragsverlängerung.

Faber wolle dem Vorstandschef nur eine einjährige Vertragsverlängerung zugestehen. „Diese Spekulationen über meinen angeblichen Wunsch zur Begrenzung der Vertragslaufzeit entbehren jeder Grundlage“, stellte Faber nun klar.

Weimer steht seit Anfang 2018 an der Spitze der Deutschen Börse, sein aktueller Kontrakt läuft bis Ende 2020. Der langjährige Chef der Münchener Hypo-Vereinsbank hat dafür gesorgt, dass sich das hessische Unternehmen nach der geplatzten Fusion mit der London Stock Exchange und dem turbulenten Abgang seines Vorgängers Carsten Kengeter wieder aufs Geschäft konzentriert. Das funktioniert bisher sehr gut: Der Gewinn ist im vergangenen Jahr kräftig gestiegen und dürfte auch 2019 weiter anziehen.

Weimer ist 59 Jahre alt. Die Geschäftsordnung der Deutschen Börse empfiehlt, dass Vorstandsversträge ab dem Alter von 60 nur noch um jeweils ein Jahr verlängert werden – bis maximal 65.

Diese Altersgrenze ist jedoch „ausdrücklich weich formuliert, um dem Aufsichtsrat volle Flexibilität bei seinen Bestellungsentscheidungen zu belassen“, heißt es im Geschäftsbericht.

Mehr: Deutschlands größter Börsenbetreiber hat seinen Gewinn im dritten Quartal kräftig ausgebaut. Vorstandschef Weimer dürfte sich darüber besonders freuen.

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