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Niederländische Bank Rabobank gelingt Einstieg in deutschen Markt

Mit RaboDirect sammeln die Niederländer vier Milliarden Euro am deutschen Markt ein. Sie sollen auch in Deutschland eingesetzt werden. Bis 2017 will RaboDirect massiv wachsen. Deutsche Mitbewerber reagieren mit Unmut.
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Blick auf die Zentrale der Rabobank in Jarkata: Die Genossenschaftsbank ist international agierend. Quelle: Reuters

Blick auf die Zentrale der Rabobank in Jarkata: Die Genossenschaftsbank ist international agierend.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Der niederländischen Rabobank ist der Einstieg in den deutschen Privatkundenmarkt gelungen. Gut ein halbes Jahr nach dem Start der Direktbank-Tochter RaboDirect hat das genossenschaftliche Institut hierzulande fast vier Milliarden Euro an Spargeldern eingesammelt - von 120.000 Kunden. "Wir sind sehr zufrieden mit dieser Entwicklung. Einlagen werden für Banken immer wichtiger", sagt Deutschland-Chef Mark van Driel in einem am Freitag veröffentlichten Reuters-Interview. Für die nächsten Jahre peilt er weiteres Wachstum an: Bis 2017 will RaboDirect auf ein Prozent der Spareinlagen in Deutschland kommen, das entspricht rund 18 Milliarden Euro.

Viele ausländische Banken versuchen seit längerem, an Gelder deutscher Sparer heranzukommen. Die Risiken sind im Vergleich zu anderen Staaten oder zur Refinanzierung über die Kapitalmärkte minimal, da Deutschland in der Euro-Schuldenkrise als sicherer Hafen gilt. Zugleich sind die Zinsen auf niedrigem Niveau, wenngleich der harte Wettbewerb um die Sparer zunehmend auf die Margen der Banken drückt.

Seit vergangenen Sommer bietet die Rabobank deutschen Sparern online Tagesgeldkonten und andere Anlagen an. Mit einem Tagesgeld-Zinssatz von derzeit 1,85 Prozent für Neu- und Bestandskunden liegt das Institut in den Vergleichstabellen im oberen Bereich. "Wir bieten keine Kampfkonditionen an, aber als Neuling am Markt muss man attraktive Zinsen bieten, um punkten zu können", betont van Driel.

Unmut deutscher Institute auf sich gezogen
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