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Nur der Bulle bleibt Traditionsmarke Merrill Lynch verschwindet aus dem Namen von Bank of America

Die Bank of America will den Zusatz Merrill Lynch im Kapitalmarktgeschäft streichen. Das Logo des Bullen bleibt - für die Vermögensverwaltung.
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A Bank of America  will Merrill Lynch aus ihrem Namen streichen Quelle: Reuters
Merrill Lynch verschwindet

A Bank of America will Merrill Lynch aus ihrem Namen streichen

(Foto: Reuters)

New York/Charlotte Das Ende einer Ära für eine frühere Prestige-Firma an der New Yorker Wall Street: Die traditionsreiche Marke Merrill Lynch verschwindet aus der Welt des Investmentbankings. Die Bank of America, die das über 100 Jahre alte Haus während der Finanzkrise übernommen hatte, will den Namen im Kapitalmarktgeschäft weitgehend streichen.

In der Vermögensverwaltung und Investmentsparte bleibe lediglich die Kurzform Merrill als Zweitmarke bestehen, teilte das Geldhaus am Montag in Charlotte (Bundesstaat North Carolina) mit.

Merrill Lynch wurde 1914 von Charles Merrill gegründet, noch im gleichen Jahr kam Edmund Lynch dazu. Es folgte eine rasche Expansion, das Firmenlogo mit dem Bullen wurde zu einer festen Größe.

Für Merril Lynch bedeutet das das Ende einer Ära, denn die Bank war jahrzehntelang mit der Wall Street verknüpft. „Mother Merrill“ galt an der Wall Street als Wegbereiter des Massengeschäfts, der Kleinanleger an die Aktienmärkte holte. Dafür beschäftigte Unternehmen hatte ein ganze Armee von Investmentbrokern. In den Nullerjahren verfolgte der damalige SEO Stanley O’Neal eine risikoreichere Strategie, darunter Spekulation mit faulen Krediten. Er verzockte sich: Der Crash im Zuge des Kollapses des US-Häusermarkts 2007 brachte das Institut ins Wanken und führte 2009 zur Übernahme durch die Bank of America.

Nach der Übernahme behielt BoA den traditionsreichen Namen bei und war als Bank of America Merrill Lynch oder BAML bekannt. Der Großteil der Vermögensverwaltung wird unter dem Namen Merill erhalten bleiben - auch der Bulle bleibt im Logo. Die Entscheidung sei leicht gefallen, sagte CEO Brian Moynihan laut der US-Zeitung „Wall Street Journal“ in einem Interview. „In der Vermögensverwaltung ist es der Markenname Nummer Eins“, so der Chef.

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