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Österreich Immofinanz schafft wieder einen Gewinn

Die Immofinanz AG hat sich nach ihrem skandalumwitterten Beinahe-Aus in die Gewinnzone zurückgekämpft. Kostensenkungen und deutlich reduzierte Abwertungen auf den Immobilienbestand brachten die Wiener Immobilienfirma nun wieder auf Kurs.
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HB WIEN. Immofinanz hat im Ende April abgeschlossenen Jahr 2009/10 einen Nettogewinn von 195,6 Mio. Euro ein, wie Immofinanz am Dienstag mitteilte. Im Vorjahr hatte die ehemals größte Immobiliengruppe Österreichs noch mehr als drei Mrd. Euro Verlust verbucht.

Nach massiven Abwertungen auf Immobilienbestände im Krisenjahren 2008/09 sank der Wert im abgelaufenen Geschäftsjahr nur um 205,9 Mio. Euro - vor Jahresfrist stand noch ein Bewertungsverlust von 2,4 Mrd. Euro zu Buche. „Das Ergebnis ist sehr erfreulich, die Restrukturierung weitgehend abgeschlossen, jetzt können wir uns wieder mehr auf unser Kerngeschäft konzentrieren“, kündigte Vorstandschef Eduard Zehetner an.

Versteckte Aktienrückkäufe und auch ungeklärte Geldflüsse zwischen der Immofinanz und der ehemaligen Tochter Immoeast sowie der Constantia Privatbank hatten die Gruppe im Herbst 2008 in die Krise geführt. Immobilien mussten massiv wertberichtigt, Projekte gestoppt werden. Der Konzern trennte sich von mehrere Objekten.

Im abgelaufenen Jahr nun hat Zehetner die Gruppe völlig neu strukturiert: Die Tochter Immoeast wurde wieder integriert, die Altlasten mit der Constantia bereinigt. Zehetner sparte 120 Mio. Euro ein, gut die Hälfte der Kosten. Allein die Managementverträge brachten 50 Mio. Euro an Einsparungen.

Zehetner will das Portfolio optimieren, Entwicklungsprojekte fertigstellen und auch Immobilien verkaufen. „Wir wollen über die nächsten fünf Jahre Immobilien im Wert von insgesamt 2,5 bis 2,7 Mrd. Euro verkaufen, alleine im laufenden Geschäftsjahr peilen wir 500 Mio. Euro an“, sagte Zehetner.

Der Immofinanz-Chef plant auch die Refinanzierung von zwei Wandelanleihen innerhalb der nächsten drei Quartale. Die beiden Wandelanleihen 2014 und 2017 in der Höhe von 866,6 Mio. könnten 2012 fällig sein, wenn die Gläubiger dies wollen. Eine neue Wandelanleihe ist daher möglich.

Zehetner bemüht sich auch um die Aufnahme der Immofinanz-Aktie in den Wiener Leitindex ATX. Er sei zuversichtlich, dass es bei der nächsten Sitzung des ATX-Komitees am 7. September so weit sein könnte. Die Aktien notierten 1,6 Prozent auf 2,628 Euro tiefer. Der Wiener Immobilien-ATX war zuletzt 0,6 Prozent im Minus.

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