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Österreichische Großbank Niedrige Risikokosten schieben Gewinn von Erste Group an

Die Erste Group ist 2018 stark gestartet: Der Osteuropa-Markt und ein erfolgreiches Risikoumfeld haben den Gewinn deutlich gesteigert.
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Erste Group: Niedrige Risikokosten schieben Gewinn an Quelle: Reuters
Erste Group

Die Erste Group, ein Wiener Geldhaus, zählt zu den größten Darlehensgebern in Osteuropa.

(Foto: Reuters)

WienDas Wiener Geldhaus Erste Group hat zum Jahresauftakt dank des Wirtschaftswachstums in seinen Kernmärkten in Osteuropa mehr verdient. „Wir sind ziemlich stark ins laufende Jahr gestartet“, sagte Bankchef Andreas Treichl am Freitag. Unter dem Strich stieg der Gewinn um mehr als ein Viertel auf 332,6 (262,2) Millionen Euro. Das Institut übertraf damit die Erwartungen von Analysten, die im Schnitt mit einem Gewinn von 311 Millionen Euro gerechnet hatten.

Beigetragen zum Ergebnisplus hätten neben der guten Kreditqualität, ein starker Zufluss an Kundeneinlagen sowie ein Kreditwachstum von gut sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Vor allem in Tschechien und der Slowakei sei die Kreditnachfrage ungebrochen stark, erklärte die Bank. Die Erste Group zählt zu den größten Darlehensgebern in Osteuropa.

„Den mit Abstand größten Beitrag lieferte allerdings ein außerordentlich gutes Risikoumfeld“, sagte Treichl. Der Anteil der notleidenden Kredite (NPL-Quote) schrumpfte auf 3,7 Prozent von 4,0 Prozent. Im weiteren Jahresverlauf rechnet die Bank mit einem Anstieg der Risikokosten, wenn auch auf ein im langjährigen Vergleich immer noch niedriges Niveau.

Das Betriebsergebnis ging um 2,1 Prozent auf 586,6 Millionen Euro zurück, was auf höhere Personalkosten und Beiträge für die Einlagensicherung zurückzuführen sei. Die Umstellung auf den neuen Bilanzierungsstandard IFRS 9 per Jahresbeginn habe zu einer Verringerung des bilanziellen Eigenkapitals um 0,6 Milliarden Euro geführt.

Die harte Kernkapitalquote ging auf 12,6 nach 13,4 Prozent zurück. Bei den Kernerträgen legte die Bank zu. Der Zinsüberschuss der Gruppe stieg trotz anhaltend niedriger Zinsen um drei Prozent auf 1,1 Milliarden Euro, das Provisionsergebnis legte um 4,6 Prozent auf 478,6 Milliarden Euro zu. Die Erste-Aktie verlor am Vormittag fünf Prozent auf 38,02 Euro.

Für das laufende Geschäftsjahr gibt sich die Bank vorsichtig optimistisch. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sollten das Kreditwachstum weiter unterstützen, hieß es. Angestrebt werde weiterhin eine Eigenkapitalverzinsung von über zehn Prozent. Ende 2017 betrug sie 11,5 Prozent. Die Aktionäre sollen eine höhere Dividende je Aktie erhalten, wurde bekräftigt. „Aus heutiger Sicht sind wir auf dem besten Weg unsere Ziele für 2018 zu erreichen“, sagte Treichl.

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