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Onlinebanking Finanzdienstleister Comeco plant Start einer neuen digitalen Plattform

Für das Start-up Comeco ist das Bankkonto Ausgangspunkt für weitere Produkte und Dienstleistungen. Im Herbst soll eine neue digitale Plattform starten.
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Der Finanzdienstleister Comeco will eine Vielzahl von Funktionen vereinen. Quelle: Margaret Weir on Unsplash
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Der Finanzdienstleister Comeco will eine Vielzahl von Funktionen vereinen.

(Foto: Margaret Weir on Unsplash)

Frankfurt Stefan Bisterfeld und sein Team haben ein ambitioniertes Ziel: Bis 2025 wollen sie in Europa das führende Ökosystem rund ums Onlinebanking aufbauen. Der erste Schritt dahin soll in diesem Herbst der Start einer digitalen Plattform sein. „Damit wollen wir Bankkunden eine bessere Übersicht über ihre Finanzen geben und zugleich zum Helfer im Alltag werden“, sagte Bisterfeld dem Handelsblatt. Seinem Start-up Comeco soll damit etwas gelingen, was großen Banken wegen komplexer Konzernstrukturen schwerfällt und wofür kleineren Geldhäusern die Ressourcen fehlen.

Vorbilder für Ökosysteme und Plattformen sind keine Geringeren als Google – einst nur Internet-Suchmaschine – und Amazon – angefangen als Online-Buchhändler. Beide haben längst alltägliche Relevanz bei ihren Kunden erreicht. Davon träumen auch Banken, und Experten warnen, dass sich auch Amazon und Co. weiter in Richtung Finanzen ausdehnen.

Bei Comeco soll das Bankkonto der Ausgangspunkt für weitere Produkte und Dienstleistungen sein. Eine neue Bank soll dabei aber nicht entstehen. „Wir sehen uns nicht als Konkurrenten für Banken, sondern als Partner“, sagt Bisterfeld. Die Anschubfinanzierung kommt denn auch von sieben Sparda-Banken – zur Frage, warum nicht auch die übrigen vier Sparda-Banken beteiligt sind, wollte sich der Comeco-Geschäftsführer und ehemalige Sparda-Banker nicht äußern. Er selbst war vor der Entwicklung des Start-ups mehr als fünf Jahre Bereichsleiter Direktvertrieb bei der Sparda-Bank Baden-Württemberg. Auch einige seiner Kollegen kommen aus der Bankengruppe.

Zur Investmentsumme und zum Namen eines weiteren Geldgebers, den er schon gefunden habe, gab er sich bedeckt. Ein reines Sparda-Bank-Projekt solle die Plattform jedoch nicht bleiben. Man führe bereits Gespräche mit weiteren Geldhäusern im deutschsprachigen und europäischen Raum.

Auskunftsfreudiger ist Bisterfeld zu den Funktionen der Plattform. Vieles von dem, was Comeco plant, bekommen Kunden heute schon bei anderen Anbietern. Neu ist die Bündelung auf einer Plattform und das Girokonto als Ausgangspunkt.

Wie bei sogenannten Multibanking-Apps sollen Kunden ihre Bankkonten bei Comeco hinterlegen können – egal, welche Bank das Konto führt. Neben einer besseren Übersicht über ihre Finanzen, sollen sie zusätzliche Vorteile bekommen: am Anfang insbesondere Hilfe beim Vertragsmanagement. Das bieten auch schon Apps wie Finanzguru oder Yoli. Folgen sollen Gutscheine von Händlern, bei denen die Nutzer gerne einkaufen – in diese Richtung geht etwa Optiopay oder Yunar der Deutschen Bank.

Comeco jedoch will eine Vielzahl von Funktionen vereinen. Auch Reisen sollen über die App buchbar sein, und es soll Angebote zu Mobilität, Sport und für Familien geben. Mit einer „führenden Drogeriekette“ gebe es ebenfalls schon Gespräche. So solle die App eine hohe Alltagsrelevanz haben, „Lifestyle-Banking“ nennt Bisterfeld das. Davon sollen alle profitieren.

Das passt zum Namen: Comeco setzt sich aus Community (Gemeinschaft) und Ecosystem (Ökosystem) zusammen. „Die Kunden bekommen finanzielle Vorteile und besseren Service, und zugleich fördern wir das Wachstum unserer Finanzdienstleistungs- und Handelspartner“, wirbt er. Partnerangebote sollen teils in die App integriert werden und teils werden die Kunden in die Apps und auf die Internetseiten der Partner weitergeleitet. Die Erlöse will sich die Firma mit den Partnern teilen.

Mehr: Lesen Sie hier, wie die Digitalisierung die Finanzbranche verändert.

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