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Open-Banking-Start-up Paypal investiert in schwedisches Fintech

Das Start-up Tink bekommt in seiner aktuellen Finanzierungsrunde frisches Kapital und einen neuen Partner. Es darf seine Technologie an Paypal liefern.
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Paypal will jährlich ein bis drei Milliarden Dollar für Übernahmen und Investment-Aktivitäten ausgeben. Quelle: dpa
Paypal

Paypal will jährlich ein bis drei Milliarden Dollar für Übernahmen und Investment-Aktivitäten ausgeben.

(Foto: dpa)

Frankfurt Das ist selten: Der US-Bezahldienst Paypal investiert in ein europäisches Finanz-Start-up. Wie das Handelsblatt von dem schwedischen Unternehmen Tink erfuhr, hat Paypal zehn Millionen US-Dollar in das Fintech gesteckt. Mit der Investition verfolgt der US-Bezahldienst auch ein strategisches Interesse.

„Über das Kapital freuen wir uns sehr, zumal es Teil unserer Finanzierungsrunde in Höhe von insgesamt 56 Millionen Euro ist“, sagt Tink-Geschäftsführer und Co-Gründer Daniel Kjellén. „Noch wichtiger ist für uns aber, dass Paypal auch unsere Technologie nutzen wird.“

Tink wurde 2012 gegründet und betreibt in Schweden eine eigene App. Darüber können Nutzer unter anderem unterschiedliche Konten aggregieren, bekommen somit einen besseren Überblick über ihr Vermögen und erhalten individuelle Finanztipps. Außerhalb des Heimatmarktes positioniert sich das Fintech als Technologielieferant.

„Das ist inzwischen unser Hauptgeschäft, die App ist quasi ein Showcase, mit dem wir zeigen, was mit Hilfe unserer Technologie möglich ist“, sagt Kjellén. Zu seinen größten Kunden zählen bereits die Banken ABN Ambro, BNP Paribas Fortis, Nordea, die SEB – und auch der schwedische Zahlungsdienstleister Klarna.

Geschäftsmodelle, die auf der Verarbeitung von Kontodaten beruhen, gewinnen derzeit an Bedeutung: Denn Anfang 2018 wurde die zweite EU-Zahlungsdiensterichtlinie, PSD2, in nationales Recht umgesetzt. Sie soll den Zahlungsverkehr in der EU bequemer und sicherer machen und zugleich den Wettbewerb fördern.

Der deutsche Markt ist für Tink besonders wichtig

Eine der wichtigsten Folgen: Auf Wunsch der Kunden dürfen Drittanbieter auf ihre Kontodaten zugreifen – und Banken müssen dafür spezielle Datenschnittstellen bereitstellen. Die Anbieter können Kontobuchungen analysieren oder Zahlungen auf den Konten auslösen.

Bislang ist Tink in zehn europäischen Märkten aktiv. Der deutsche Markt sei besonders wichtig, so Kjellén. Hier werde gerade eine Niederlassung aufgebaut. Paypal werde die Technologie zur Kontoaggregation nutzen und so die Benutzerfreundlichkeit seiner Plattform für die Kunden steigern, so Kjellén.

Peggy Alford, Senior Vice President Core Markets bei Paypal, erläuterte im Gespräch mit dem Handelsblatt: „Tink ermöglicht es Konsumenten, einfach Zahlungen auf verschiedenen Konten auszulösen. Das eine Funktion, die sich auch unsere Kunden wünschen.“

Für Paypal ist das Investment Teil seiner Strategie: Das Unternehmen will jährlich ein bis drei Milliarden Dollar für Übernahmen und Investment-Aktivitäten ausgeben, erklärte Paypal-Chef Dan Schulman im vergangenen Jahr im Gespräch mit dem Handelsblatt. Bereits Ende 2017 und nochmals Anfang dieses Jahres hatte Paypal in die Anlageplattform Raisin investiert, die in Deutschland unter der Marke Weltsparen aktiv ist.

Auch an der britischen Smartphone Monese hatte sich das Unternehmen im vergangenen Jahr beteiligt, ebenso am Zahlungsdienstleister und schon 2017 an der Datenanalyse-Plattform Cloud IQ. Den schwedischen Anbieter für Kartenlesegeräte, iZettle, hatte Paypal vor einem Jahr sogar komplett übernommen.

Mehr: Eine neue Zahlungsdienstrichtlinie regelt, welche Drittanbieter auf die Bankkonten von Verbrauchern zugreifen können. Die wichtigsten Fakten im Überblick.

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