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Paypal-Konkurrent Paydirekt kann nur mit 60 Millionen Euro rechnen

Das Online-Bezahlsystem Paydirekt ist seit drei Jahren am dem Markt, kommt aber nicht voran. Nun schießen die beteiligten Banken 60 Millionen Euro nach – weniger als erwartet.
Update: 05.03.2019 - 17:47 Uhr Kommentieren
Paypal-Konkurrent: Deutsche Banken wollen Paydirekt stärken Quelle: picture alliance / Westend61
Blick auf das Bankenviertel in Frankfurt

Das gemeinsame Onlinebezahlverfahren der deutschen Banken ist seit 2015 im Einsatz – und kommt seitdem nicht richtig vom Fleck.

(Foto: picture alliance / Westend61)

FrankfurtDer Onlinebezahldienst der deutschen Banken, Paydirekt, kann mit frischen Mitteln in Höhe von 60 Millionen Euro rechnen – und damit weitaus weniger als erwartet. „Unsere Investitionssumme liegt bei 20 Millionen Euro im Jahr 2019“, sagte der Co-Chef der DZ Bank, Uwe Fröhlich, am Dienstag mit Blick auf das genossenschaftliche Spitzeninstitut.

Seines Wissens würden die Sparkassen sowie die Commerzbank und die Deutsche Bank in ähnlicher Höhe investieren. Wenn aus jedem Sektor der deutschen Kreditwirtschaft dieselbe Summe kommt, erhält Paydirekt lediglich 60 Millionen Euro. Das ist deutlich unter der Summe, die zuletzt kursierte. Von einer dreistelligen Millionensumme war zwischenzeitlich die Rede.

Die deutschen Banken haben Paydirekt 2015 gestartet, um den US-Bezahldienst Paypal Paroli zu bieten. Doch ihr Gemeinschaftsunternehmen, an dem neben der DZ Bank die Sparkassen-Finanzgruppe und private Banken beteiligt sind, kommt seitdem nicht richtig voran. Rund 2,2 Millionen Kunden haben sich bisher registriert, die Transaktionszahlen sind überschaubar. Paypal hingegen zählt in Deutschland 20,5 Millionen Nutzer.

Zweifel an Paydirekt kamen zuletzt zudem auf, weil eine Gruppe privater Banken, darunter ING, Santander und Targobank, ihren Anteil von insgesamt etwa elf Prozent an Paydirekt loswerden und an Deutsche Bank und Commerzbank übertragen will.

Beide Großbanken wie auch die Sparkassen hatten kürzlich betont, an Paydirekt festhalten zu wollen. Sie setzen damit vor allem auf das Geschäft im rasant wachsenden Onlinehandel, das sie nicht ausländischen Wettbewerbern überlassen wollen. Wie viel Gel

Deutsche Bank, Commerzbank und die Sparkassen in diesem Jahr in Paydirekt investieren, sagten sie jedoch am Dienstag auf Anfrage nicht. Fröhlich betonte, man habe in der Vergangenheit kräftig investiert und halte 20 Millionen Euro „für eine angemessene Investitionssumme, um Paydirekt zu helfen, in der Breite erfolgreich zu werden“.

Gewinn schrumpft

Die DZ Bank ist nach der Deutschen Bank das zweitgrößte deutsche Geldhaus und wickelt den Zahlungsverkehr für die knapp 900 Volks- und Raiffeisenbanken ab. 2018 musste das Institut einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. Sie verdiente inklusive ihrer Töchter nach Steuern 918 Millionen Euro und damit 16 Prozent weniger als im Vorjahr.

Im Vergleich zu Deutscher Bank und Commerzbank sind das immer noch gute Zahlen. Die Deutsche Bank kam im vergangenen Jahr auf ein Ergebnis von 267 Millionen Euro, die Commerzbank auf 865 Millionen Euro.

Bei mehreren DZ-Töchtern gab es erhebliche Ergebnissprünge – nach oben und nach unten. So schrumpfte der Gewinn der Versicherung R+V sowie der Fondsgesellschaft Union Investment jeweils erheblich, was vor allem an der Bewegung an den Kapitalmärkten lag. Zugleich war das Ergebnis der Problemtochter DVB bei Weitem nicht mehr so negativ wie im Vorjahr.

„Fakt ist, dass wir eine gewisse Volatilität haben“, sage Fröhlich, der die Bank seit Jahresbeginn zusammen mit Cornelius Riese führt. Für 2019 rechnen beide „mit einem leichten Anstieg des Ergebnisses“.

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