Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Politischer Druck Wells-Fargo-Chef Tim Sloan tritt zurück

Der Chef von Amerikas skandalgeschüttelter Bank geht nach knapp drei Jahren. Die Aufräumarbeiten haben Investoren und Politikern zu lange gedauert.
Kommentieren
Timothy Sloan vor einem Ausschuss des US-Kongresses. Der Chef von Wells Fargo hat nach knapp drei Jahren im Unternehmen am Donnerstag seinen Rücktritt bekannt gegeben. Quelle: AFP
Tim Sloan

Timothy Sloan vor einem Ausschuss des US-Kongresses. Der Chef von Wells Fargo hat nach knapp drei Jahren im Unternehmen am Donnerstag seinen Rücktritt bekannt gegeben.

(Foto: AFP)

New YorkEs ist ein Sieg für Elizabeth Warren. Die demokratische Senatorin machte schon von Anfang an Druck auf Wells-Fargo-Chef Tim Sloan, der im Herbst 2016 nach mehreren Skandalen die Führung der Großbank aus San Francisco übernahm.

Sloan war jahrelang als operativer Vorstand mit verantwortlich für die Skandale um Scheinkonten und zu hohen Gebühren, so ihr Argument, das sie in den vergangenen Jahren konstant aufrecht erhielt.

Am Donnerstag kündete Sloan nun seinen Rückzug an. Zuvor hatte Warren bereits Sloans Vorgänger John Stumpf bei einer Anhörung im Senat derart vorgeführt, dass er wenig später zurücktrat.

Die Aktionäre begrüßten den Schritt von Sloan. Die Aktie stieg nachbörslich um knapp drei Prozent. Der Schritt war offenbar nicht mit Großaktionär Warren Buffett abgesprochen. Der Star-Investor hatte Sloan noch wenige Stunden vorher sein vollstes Vertrauen ausgesprochen. „Ich will nur nicht seinen Job haben“, scherzte Buffett, der die Bank in der Vergangenheit trotz der Skandale verteidigt hatte.

Nicht alle jedoch halten den Schritt gerechtfertigt. Warren habe „den Mann rausgeschmissen, der die Skandale aufräumt“, kritisierte Jeff Sonnenfeld, Management-Professor der Universität Yale im Börsensender CNBC.

Interimschef wird Chefjustiziar Allen Parker, wie die Bank mitteilte. Die Suche nach einem externen Kandidaten hat begonnen. Harvey Schwartz, der frühere operative Vorstand von Goldman Sachs, hat Berichte dementiert, wonach er einer möglichen Kandidaten sein soll.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

Mehr zu: Politischer Druck - Wells-Fargo-Chef Tim Sloan tritt zurück

0 Kommentare zu "Politischer Druck: Wells-Fargo-Chef Tim Sloan tritt zurück"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote