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Prämien für Mitarbeiter Deutsche Bank muss sparen – und kürzt die Boni deutlich

Das größte deutsche Geldhaus steht unter finanziellem Druck. Eine Maßnahme: Die Summe der Prämien für die Mitarbeiter fällt unter zwei Milliarden Euro.
2 Kommentare
Deutsche Bank kürzt Boni um deutlich mehr als zehn Prozent Quelle: AFP
Deutsche-Bank-Logo

Die Prämien für die Mitarbeiter des Geldhauses werden gekürzt.

(Foto: AFP)

Frankfurt Christian Sewing hat wieder einmal einen heiklen Balanceakt vor sich. Auf der einen Seite muss der Vorstandschef der Deutschen Bank dringend sparen. Auf der anderen Seite muss er verhindern, dass talentierte Mitarbeiter die Bank verlassen, die mit einer langen Reihe von Rückschlägen kämpft.

Sewing und seine Vorstandskollegen haben sich deshalb offenbar entschlossen, die Prämien für die Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu kürzen. Die Einschnitte würden voraussichtlich insgesamt klar mehr als zehn Prozent betragen, könnten in einzelnen Bereichen aber auch noch deutlich härter ausfallen, hieß es in Finanzkreisen.

Bei den Boni will die Bank den Informationen zufolge stärker zwischen sehr guten und weniger guten Mitarbeitern differenzieren. „Die Spreizung dürfte höher ausfallen als in den Vorjahren“, hieß es dazu. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte zunächst von einer Kürzung der Boni um etwa ein Zehntel berichtet.

Für 2017 hatte die Bank trotz eines Jahresverlusts rund 2,2 Milliarden Euro an leistungsabhängigen Boni verteilt. Die endgültige Ausschüttungssumme für 2018 könne sich je nach dem Ergebnis im Schlussquartal noch verändern.

Klar ist aber, dass die endgültige Bonus-Summe unter zwei Milliarden Euro liegen wird, weniger schüttete die Bank nur im Problemjahr 2016 aus. Sewing hat den Investoren nach drei Verlustjahren in Folge wieder einen Gewinn versprochen, und die Boni sind nach Informationen aus Finanzkreisen eine der Stellschrauben, um dieses Versprechen zu erfüllen.

Analysten sagen für das Gesamtjahr im Schnitt einen Nettogewinn von 542 Millionen Euro für die Bank voraus. Im vergangenen Jahr hat sich der Kurs der Bank in etwa halbiert.

Zwar litt die gesamte Branche unter der Angst vor einer Abkühlung der Weltkonjunktur, bei der Deutschen Bank fielen die Verluste aber überdurchschnittlich aus, weil die Investoren trotz Sewings Sanierungskurs Zweifel am Geschäftsmodell haben.

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2 Kommentare zu "Prämien für Mitarbeiter: Deutsche Bank muss sparen – und kürzt die Boni deutlich"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ja, Herr Bitschnau - recht haben Sie!!!
    2 Milliarden ausschütten bedeutet bei einer Marktkapitalisierung von 15,5 Milliarden

    13 %, in Worten DREIZEHN PROZENT

    und für die, die es immer noch nicht verstanden haben:

    Pro Jahr verschenkt sich die Bank mit mehr als 10 Prozent an ihre Mitarbeiter. Der Staat, der hohe Einkommensteuer davon bekommt, freut sich und die Mitarbeiter sind vielleicht zufrieden - aber nur vielleicht, da sie ja leider, leider etwas weniger bekommen. Die Bank liegt danieder!

    Es wäre doch mal eine sinnvolle Vorstands - Entscheidung, dass die Mitarbeiter nicht mehr Boni bekommen können als sie Gewinn erwirtschaften!

    Man sollte nicht alle Mitarbeiter über einen Kamm scheren - da muss genau differenziert werden - und auch nach Abteilung, Bereich. Was hilft es, wenn ein Mitarbeiter das böse Schaf mimt und alle Verluste auf sich zieht, damit andere Mitarbeiter (von anderen Banken?) glänzen können!

  • Egal welchen Auftritt oder „Erfolg“ die Deutsche Bank darbietet, auf Bonuszahlungen ist Verlass.
    Es sei eine Investition in die Zukunft war Anfang 2018 das Argument für Bonuszahlungen des Verlustjahres 2017. Diese Investitionen führen zu kurzfristiger monetärer Orientierung und schadhafter Gier, wie die weite Vergangenheit zeigt und sind nicht die Bausteine langfristiger Perspektiven. Es bildet sich für mich kein Vertrauen mehr, aber Hr. Achleitner sagt: “Das muss man aushalten“.

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