Prämien-Topf 2013 Commerzbank schüttet mehr Boni aus als sie verdient

Die Commerzbank will ihren Mitarbeitern eine einseitige Großzügigkeit gönnen: Sie schüttet mehr Boni aus als sie verdient. Die Aktionäre gehen dagegen seit Jahren leer aus.
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Die Bonizahlungen für 2013 stoßen bei der Commerzbank auf Kritik. Quelle: dpa

Die Bonizahlungen für 2013 stoßen bei der Commerzbank auf Kritik.

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FrankfurtDie Commerzbank will ihren Mitarbeitern für das Jahr 2013 Boni von mehr als 300 Millionen Euro ausschütten. Die Bank habe entsprechende Rückstellungen dafür gebildet, erfuhr das Handelsblatt (Montagausgabe) aus Finanzkreisen (Volltext zum Download). „Die Boni fallen damit höher aus als der Konzerngewinn“, sagte ein Insider. Analysten schätzen, dass der Jahresüberschuss der Bank – nach Abzug von Boni-Rückstellungen – bei 31 Millionen Euro liegen wird. Die Commerzbank wollte das nicht kommentieren.

Unnötiger Boni-Exzess der Commerzbank

Auch bei der Deutschen Bank fallen die variablen Vergütungen höher aus als der Reingewinn. Finanzkreisen zufolge hat der Branchenprimus knapp drei Milliarden Euro für den Bonus-Topf eingeplant. Das ist drei Mal so viel wie der Konzerngewinn und entspricht dem Vierfachen der geplanten Dividendenausschüttung.

Klaus Nieding, Vize-Präsident der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, kritisierte die Prämienzahlungen: „Boni sind in einer gewissen Größenordnung in Ordnung – wenn die Aktionäre auch etwas davon haben“, sagte er dem Handelsblatt. In Summe müsse den Anteilseignern aber genauso viel zur Verfügung stehen wie den Mitarbeitern.

Den vollständigen Artikel zum Thema finden Sie zum Download im Kaufhaus der Weltwirtschaft.

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30 Kommentare zu "Prämien-Topf 2013: Commerzbank schüttet mehr Boni aus als sie verdient"

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  • Natürlich müssen gute Mitarbeiter Boni erhalten. Aber nur die, welche aus Sicht der Kunden gut sind.
    Aber die MA, welche über 80 Jahre alten Kunden geschlossene Fonds verkauft haben, sind wohl aus Sicht der Bank gemeint. Bei mir sind das "Strassenräuber"!!!
    Merke: die kleinen Diebe kommen in den Knast, die großen sitzen im Vorstand!!!

  • Sie vergessen das jeder Aktieninhaber seit 2007 auch an den Kapitalerhoehungen sich entweder beteiligt oder Profite eingestrichen hat. Deswegen stimmt ihr Kommentar so nicht.

  • Hallo Leute,
    was soll das eigentlich? Es redet keiner darüber, dass alle deutschen Autobauer riesige Boni an alle Mitarbeiter seit Jahren ausschütten, obwohl die Autobauer von der Regierung auch in der Krise riesig gesponsert wurden mit "Abwrackprämie" und "Kurzarbeitergelder". Die meisten Banker sind auch einfache Angestellte und arbeiten sich für den AG auf.

  • Leute, Leute , Leute... Bonuszahlungen erhält nicht nur das Management. Jeder außertarifliche MA, der sich das ganze Jahr über durchaus engagiert, erhält (theoretisch) eine solche Anerkennung. MA der Commerzbank sind in den letzten Jahren leider etwas sehr dürftig anerkannt worden, so dass es mal höchste Zeit wird!

  • Diese Zahlung ist kein extra Topf sondern zählt zu den Personalkosten!
    Man sollte hierbei berücksichtigen, dass es sich bei dem "Bonus" um einen festen Gehaltsbestandteil, der vertraglich festgehalten ist, handelt. Die Mitarbeiter erhalten 12 Gehälter plus einen Bonus.
    Es beschwert sich ja auch keiner über die Zahlung eines tarilich bestimmten 13. Gehaltes.
    Oder wer von Ihnen würde freiwillig auf Gehalt verzichten, welches einem vertraglich zusteht?

  • Na klar.Aber das die Commerzbank urspünglich von 265 Euro kommt und seit 2007 keine Dividende mehr zahlt verschweigen Sie.Auf Drei,Fünf,Zehn und 20,ja selbst 30 Jahressicht bleibt für treue Aktionäre nur ein dickes Minus.
    Ich Argumentation betrachtet aber nur den Sommer 2013 bis jetzt.Und was war davor ?

  • Gehälter sind Gehälter und Boni sind Boni, umsonst arbeiten Banker also nicht. Das stibkt gewaltig nach Untreue den Aktionären gegenüber. Was glauben die Banker eigentlich wer sie sind?

  • Würde die CoBa mehr verdienen, dann meckern hier dieselben Kommentarschreiber über zu hohe Kreditzinsen oder Wertpapiergebühren. Verlangen Sie etwa, dass die Mitarbeiter dieser Bank ohne Gehalt arbeiten und sich ihre Familien von Hartz IV ernähren?

  • Lawyer
    Es wird Zeit für die StA un Frankfurt am Main, dass endlich aufgeräumt wird, von den größten Abzockern dieser Nation.
    Erst wird eine Bank übernommen die rudimentär am Abgrund stand, wie die Dresdner, wo Blessing angefangen hat.
    Das von dem Allianz-Konzern noch weiter ausgeblutete Institut dann an Blessing weitergereicht worden ist.
    Die Folge, Blessing gönnt sich ein Honorar, was nicht nachvollziehbar ist.
    Jetzt dazu noch einen Boni-Zuschlag. Das ist einfach nur noch Frechheit.
    Die Bafin schaut wieder zu, wie ein Kaninchen vor der Schlange.
    Wie lange wollen wir uns von den Schmarotzern der Nation vorführen lassen.
    Die Justiz ist "Blind", wie auch immer, weil die Richter Angst haben, wegen ihrer Pensionen und helfen somit der Misswirtschaft im großen Stile.
    Es muss endlich mal etwas getan werden, um diesen Personenkreis, auf den Fenstersturz von Prag, aufmerksam zu machen.
    Die StA Frankfurt am Main soll nun einschreiten !!!!

  • "Sie schüttet mehr Boni aus als sie verdient. Die Aktionäre gehen dagegen seit Jahren leer aus."

    Sicher eine kompakte Überschrift, aber den Kern treffend.

    In einem kommunistischen System wollen wir nicht leben. Dennoch leisten wir uns einen Bundespräsidenten aus der ehemaligen DDR, eine Bundeskanzlerin aus der ehemaligen DDR, wir füttern die sogenannten Eliten "mit Zucker" und nehmen dies den kleinen Bürgern weg.

    Wir nehmen den kleinen Bürgern Sozialleistungen durch Verschwendung weg und fordern sie andernort drakonisch wieder ein.

    Wir leisten uns einen Staat, dessen Finanzbehörden offensichtlich auf den Ankauf von Hehlerware angewiesen ist. Das Fass mit den Stärken der CDU-Schatzmeister, wollen wir mal unter den Tisch fallen lassen.

    Wie authentisch sind wir eigentlich?

    Kann das jemand hier auf einen Nenner bringen?

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