Prepaid-Kreditkarten Franzosen kaufen Münchener Fintech Givve

Das Finanztechnologie-Unternehmen Givve wechselt nach Handelsblatt-Informationen für knapp 20 Millionen Euro den Besitzer. Käufer ist die französische Up group.
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Givve bietet Unternehmen in Deutschland personalisierte, aufladbare Kreditkarten an, mit denen sie Mitarbeitern steuerfrei Guthaben für Tankfüllungen oder andere Einkäufe zukommen lassen können. Quelle: Screenshot Givve
Mastercard von Givve

Givve bietet Unternehmen in Deutschland personalisierte, aufladbare Kreditkarten an, mit denen sie Mitarbeitern steuerfrei Guthaben für Tankfüllungen oder andere Einkäufe zukommen lassen können.

(Foto: Screenshot Givve)

Der Anbieter für Prepaid-Kreditkarten Givve wechselt den Besitzer: Die französische Up group, ein Anbieter für Gutscheinkarten, hat nach Handelsblatt-Informationen das 2010 als „Bonayou“ gegründete Unternehmen vollständig übernommen. Up group zahle für die Anteile knapp 20 Millionen Euro, hieß es in informierten Kreisen.

Zu den Investoren, die ihre Anteile nun an die Franzosen verkauften, zählen unter anderem der Hamburger Internetunternehmer und frühere Auslandsvorstand des Medienhauses Gruner + Jahr, Torsten-Jörn Klein, der Schweizer Frühphaseninvestor Redalpine Venture Partners, der frühere Payback-Manager Andreas Berninger  und der Erlebnisunternehmer Jochen Schweizer.

Die beiden größten Investoren sind nach Handelsblatt-Informationen Klein, der Mehrheitsgesellschafter ist, sowie Redalpine. Givve, Up group und Redalpine waren am Sonntagnachmittag nicht mehr für eine Stellungnahme zu erreichen. Klein bat auf Handelsblatt-Anfrage um Verständnis dafür, „dass wir Marktgerüchte nicht kommentieren“.

Givve bietet Unternehmen in Deutschland personalisierte, aufladbare Kreditkarten an, mit denen sie Mitarbeitern steuerfrei Guthaben für Tankfüllungen oder andere Einkäufe zukommen lassen können. Das funktioniert ähnlich wie die Essensgutscheine, die unter anderem Up-group-Konkurrent Sodexo anbietet. Bislang war die genossenschaftliche Up group in Deutschland kaum präsent. Durch die Übernahme von Givve, dessen Prepaid-Karten von mittlerweile 250.000 Menschen in Deutschland genutzt werden, erhöht sich diese Präsenz nun spürbar.

Für Givve ist die Übernahme durch Up group so etwas wie ein Ritterschlag: Das Fintech musste sein Geschäftsmodell vor einigen Jahren umstellen und eine finanzielle Durststrecke überbrücken. Ursprünglich hatte es seine Kreditkarten an Endkunden verkauft, ging dann aber dazu über, mit Firmen zu kooperieren, die die Karten für ihre Mitarbeiter nutzen. Mittlerweile ist das Unternehmen aber profitabel und schreibt schwarze Zahlen, wie zu hören ist. Das Management-Team bleibe auch nach der Übernahme an Bord des Unternehmens, hieß es. Dazu zählt Vorstandschef Patrick Löffler, der zum Gründungsteam gehört, sowie Technik-Chef Alexander Klaiber, der erst später finanziell einstieg, aber von Beginn an für Givve arbeitete.

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