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Privatbank Berenbergs Zinswende-Tracker erlebt kräftigen Rückschlag

Nach den Allzeithochs im September und Oktober erleidet der Zinswende-Tracker von Berenberg im November einen kräftigen Rückschlag und fällt auf plus 17 Prozent.
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Der „Zinswende-Tracker“ wird seit Januar 2015 von der Privatbank Berenberg berechnet. Quelle: PR
Berenberg Bank

Der „Zinswende-Tracker“ wird seit Januar 2015 von der Privatbank Berenberg berechnet.

(Foto: PR)

Im September und Oktober hat der „Zinswende-Tracker“, der seit Januar 2015 von der Privatbank Berenberg berechnet wird, jeweils neuen Allzeithochs markiert. Im November konnte der Indikator nicht mehr an diese Entwicklung anschließen und fiel auf plus 17 Prozent zurück. Im Vergleich zum Vormonat gab er 20 Prozentpunkte ab.

„Aufgrund von im Vergleich zum Vormonat leicht zurückgegangenen Staatsanleihenrenditen ist unser Composite-Indikator im November leicht gefallen und liegt nunmehr unterhalb des im Oktober erreichten Allzeithochs.“, schrieben die Analysten Philipp Jäger und Helge Schunck am Montag. Die Analysten betonen zugleich, dass der Indikator zum vierten Mal in Folge im positiven Bereich geblieben ist. Dementsprechend bleibt der Trend zu steigenden Zinsen bestehen.

Neben dem Renditerückgang der Staatsanleihen hat der Rückgang der Renditen für Unternehmens- und Bankanleihen ebenfalls einen Beitrag geleistet. So ist die Staatsanleihe-Subkomponente im Vergleich zum Vormonat von 22 auf 4 Prozent gefallen und diejenige für Unternehmens- und Bankanleihen um 3 Prozentpunkte, was zusammen den geringen Gesamtwert für November verursacht hat. Die beiden übrigen Komponenten blieben dagegen stabil.

Das Fixed Income Research von Berenberg berechnet basierend auf einer Auswahl von 65 verschiedenen Zinsmaßen insgesamt 260 Zinssignale für steigende bzw. fallende Zinsen. Nach dieser Ermittelung werden die Zinssignale zumeist nach BIP-Anteilen gewichtet und zu einem Composite-Indikator zusammengefügt. Die Werte dieses Indikators bewegen sich zwischen minus 100 Prozent (alle Zinssignale zeigen fallende Zinsen an) und plus 100 Prozent (alle Zinssignale zeigen steigende Zinsen an).

Von Bloomberg befragte Analysten erwarten die zweijährigen Bundrenditen Ende 2019 bei minus 0,10 Prozent und zehnjährigen bei 0,96 Prozent sowie Ende 2020 bei 0,39 Prozent beziehungsweise 1,32 Prozent.

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