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Privatbank HSBC steigt zur drittgrößten Depotbank in Deutschland auf

HSBC profitiert vom Trend zum Outsourcing. In den nächsten Monaten will die Bank beim verwahrten Vermögen die Marke von 250 Milliarden Euro knacken.
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Der deutsche Ableger der britischen Großbank ist die drittgrößte Depotbank in Deutschland. Quelle: dpa
HSBC

Der deutsche Ableger der britischen Großbank ist die drittgrößte Depotbank in Deutschland.

(Foto: dpa)

FrankfurtDie Deutschland-Tochter der britischen Großbank HSBC rechnet mit einem weiterhin kräftig wachsenden Geschäft für Wertpapierdienstleistungen. „Der Trend zum Outsourcing verstärkt sich“, sagte Bereichschefin Gina Slotosch am Dienstag in Frankfurt. Schon in den nächsten Monaten werde HSBC Deutschland bei den verwahrten Vermögen die Marke von 250 Milliarden Euro knacken, sagte Slotosch. Im vergangenen Jahr kletterten sie auf 221 Milliarden Euro.

HSBC rückte damit in Deutschland auf den dritten Platz der größten Verwahrstellen hinter BNP und StateStreet vor, nachdem sie 2017 noch auf dem sechsten Platz gelandet war.

Viele Geldhäuser kämpfen mit veralteten IT-Systemen und wachsendem Kostendruck, zugleich lebt das margenarme Geschäft mit der Wertpapierabwicklung von der Zahl der abgewickelten Transaktionen. So könnte das Beispiel der Commerzbank Schule machen, die sich Ende 2017 entschieden hatte, die Wertpapierabwicklung ab 2020 an HSBC auszulagern. Es gebe bereits Gespräche mit weiteren Interessenten über eine Auslagerung, sagte Slotosch, die den Bereich HSBC Securities Services leitet. Sie wollte sich nicht dazu äußern, ob dazu auch die Deutsche-Bank-Fondstochter DWS gehört. „Generell ist das ein Markt für uns“, sagte sie lediglich.

Die DWS wollte die Fondsadministration sowie Depot- und Verwahrungsdienstleistungen für große Teile der DWS-Fonds eigentlich an den HSBC-Konkurrenten BNP Paribas auslagern, machte dann aber Anfang des Jahres einen Rückzieher. Bei der Vorlage der Jahreszahlen hatte die Deutsche-Bank-Tochter erklärt, „weiterhin alle Optionen zur Verbesserung der operativen Effizienz“ zu prüfen.

Bevor die HSBC einen weiteren großen Outsourcing-Auftrag übernimmt, will sie aber zunächst die Übertragung des Commerzbank-Geschäfts abschließen. Aktuell liege man im Zeitplan, sagte Slotosch. Zu den zuletzt 60 Millionen Transaktionen, die HSBC für das eigene Haus sowie Dritte wie Onvista oder die DAB-Bank abwickelte, kommen 2020 die rund 40 Millionen Transaktionen der Commerzbank hinzu.

HSBC Deutschland erwirtschaftet rund ein Fünftel der Erträge im Geschäft mit Wertpapierdienstleistungen. Slotosch schwieg sich dazu aus, wie viel in dem Geschäft als Gewinn abfällt. „Wir verdienen Geld, wir investieren in das Geschäft“, sagte sie lediglich. Die Margen stünden unter weiter unter Druck, es sei nötig effizienter zu werden, etwa durch Automatisierung. Im laufenden Jahr investiert HSBC in Deutschland mehr als 20 Millionen in sein Geschäft mit Wertpapierdienstleistungen - nicht zuletzt wegen des Commerzbank-Auftrags. Damit entfallen mehr als Drittel der Gesamtinvestitionen von HSBC Deutschland auf diesen Geschäftsbereich.

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