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Profitabilität noch steigerungsfähig Berliner Bankgesellschaft hofft auf ein besseres Rating

Aufgrund der Sanierungserfolge dringt der Vorstandsvorsitzende der Bankgesellschaft Berlin, Hans-Jörg Vetter, auf eine bessere Bonitätseinstufung. Denn im vergangenen Jahr gelang es der Bank erstmals seit 1999 wieder, auch nach Steuern deutlich schwarze Zahlen zu schreiben.

HB BERLIN. „Wenn wir unser Geschäft so weiter betreiben, bleibt der Ratingagentur gar nichts anderes übrig, als uns hochzustufen“, sagte Vetter gestern in Berlin bei Vorlage der Bilanzzahlen. Und er legte nach: „Die brauchen gute Ausreden, um uns nicht auf ’A’ zu stellen.“ Die Ratingagentur Fitch hatte die Bankgesellschaft im vergangenen Jahr ohne Berücksichtigung der Staatsgarantien, die Mitte Juli 2005 auslaufen, mit der mittelmäßigen Note „BBB+“ versehen. Das verteuert die Refinanzierung. Die Bonitätsprüfer begründeten dies mit Blick auf die unsichere Eigner-Struktur der Bankgesellschaft in der Zukunft.

„Das ist ja nicht so wahnsinnig neu“, hielt Vetter nun dagegen. Derzeit hält das Land Berlin zwar 81 Prozent der Anteile, muss sich jedoch aufgrund von Beihilfen nach einer Übereinkunft mit der Europäischen Kommission 2007 von der Bank trennen. Fitch berücksichtigt bei den Ratings auch die möglichen Hilfen, die Landesbanken von ihren Eignern im Bedarfsfall erhalten können. Die Bankgesellschaft hat vom Land nach den milliardenschweren Kraftakten der vergangenen Jahre allerdings nichts mehr zu erwarten.

Andererseits konnte das Institut nach Feststellung des Jahresabschlusses von 2004 seine Kernkapitalquote von 5,7 Prozent auf 7,5 Prozent verbessern. Eine Sieben vor dem Komma bei der Kernkapitalquote ist Voraussetzung für ein A-Rating. „Wir verfügen über genügend Eigenkapital für das Neugeschäft“, resümierte Vetter. Operativ hat das Institut im vergangenen Jahr weiter Fortschritte gemacht, auch wenn Schwachstellen unverkennbar sind. Das selbstgesteckte Ziel von mindestens 100 Mill. Euro vor Steuern wurde übertroffen. Auch 2005 sieht Vetter das Institut auf Wachstumskurs. Für eine Prognose sei es jedoch noch zu früh.

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