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Prüfung der Pläne werden ausgesetzt Zweifel an der Bankfusion wachsen

Während die Zweifel an einer Fusion mit der italienischen Bank Sanpaolo wachsen, hat das französisch-belgische Finanzinstitut Dexia für den 28. November eine Sitzung des Verwaltungsrates anberaumt.

HB PARIS. Bis zu diesem Termin werde die Prüfung der Pläne für einen Zusammenschluss ausgesetzt, teilte das Institut am Montag in Brüssel mit. Bei der Sitzung wolle sich das Gremium, dem noch kein formales Angebot von Sanpaolo vorliegt, über den Stand der Gespräche informieren, hieß es in mit der Situation vertrauten Kreisen. Die wichtigsten belgischen Dexia-Aktionäre berieten bereits am Montag. Fast 38 Prozent der Bank gehören drei belgischen Großinvestoren - der Holding Arcofin, dem Versicherer Ethias und einem Konsortium kommunaler Behörden. Sanpaolo kündigte an, Bankchef Alfonso Iozzo werde das Führungsgremium seines Hauses am 29. November über den Stand der Gespräche informieren und mit ihm die weiteren Schritte diskutieren.

Das neue Dexia-Direktoriumsmitglied Elio di Rupo äußerte Interesse daran, mehr darüber zu erfahren, was das Pariser Dexia-Management ausgehandelt habe. Er wolle sicher gehen, dass das Vorhaben wirklich der beste Weg sei, Dexia zu stärken. Die Zweifel lösten an der Pariser Börse Kursverluste der Dexia-Aktien von fast drei Prozent auf 16,50 Euro aus. Nach Bekanntwerden von Gesprächen mit Sanpaolo war der Kurs zuletzt nach oben geschossen. Der Chef des Kredit-Zweigs von Dexia hatte vergangene Woche erklärt, es sei sowohl eine Fusion als auch eine Partnerschaft in Teilbereichen denkbar. Nach Angaben italienischer Finanzkreise ist ein erster Fusionsentwurf der italienischen Zentralbank vorgelegt worden. Vergangene Woche hatten Dexia und Sanpaolo erklärt, es gebe erste Kontakte. Bei einer Fusion würde Europas neuntgrößte Bank mit einem Marktwert von 37 Milliarden Euro entstehen.

Widerstand gegen die Fusion könnte Analysten zufolge die Kontrolle von Dexia-Chef Pierre Richard über sein Unternehmen bedrohen. Wenn die Gegner eines Zusammenschlusses mit Sanpaolo die Oberhand behielten, könne Richard wackeln, stellte Analyst Philippe Annamayer von Fox-Pitt, Kelton fest. Aktienanalyst Simon Maughan von Dresdner Kleinwort Wasserstein machte bei Dexia Reibungspunkte zwischen dem französischen und dem belgischen Teil aus. Berichten zufolge hat sich das von Axel Miller geführte belgische Dexia-Management gegen eine Fusion ausgesprochen. Auch in Italien zeichnete sich Widerstand gegen einen Zusammenschluss ab.

Die italienische Bank UniCredito wies einen Zeitungsbericht zurück, auch sie strebe eine Fusion mit Dexia an. Die belgische Zeitung „De Tijd“ hatte berichtet, das Institut habe sich ebenso wie die niederländische Bank ABN Amro als Partner für Dexia angeboten. In Bankenkreisen hieß es, ABN sei nicht an einer Fusion mit Dexia interessiert. Ein ABN-Sprecher lehnte eine Kommentar „zu Marktspekulationen“ ab.

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