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Quartalsbilanz Deutsche Bank macht mehr Gewinn als erwartet – aber Handelsgeschäft bricht ein

Die Deutsche Bank hat die Erwartungen des Finanzmarktes beim Gewinn zwar übertroffen, musste aber hohe Verluste im Investmentbanking hinnehmen.
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Deutsche Bank schreibt Verluste im Investmentbanking Quelle: AP
Deutsche Bank

Das Geldhaus hat einen Gewinn von 201 Millionen Euro eingefahren.

(Foto: AP)

FrankfurtDie Deutsche Bank hat im ersten Quartal im Investmentbanking rote Zahlen geschrieben. Wie das größte deutsche Geldhaus am Freitag in Frankfurt mitteilte, brachen vor allem im Handel mit Anleihen und Aktien die Erträge um fast ein Fünftel ein.

Unter dem Strich musste die Unternehmens- und Investmentbank - die größte der drei Säulen des Finanzkonzerns - deshalb einen Verlust von 88 Millionen Euro hinnehmen.

Im Startquartal 2018 hatte sie noch einen Gewinn von 203 Millionen Euro geschrieben. Auch andere Großbanken hatten zuletzt in diesen Geschäftszweigen teils herbe Rückschläge hinnehmen müssen.

Die Deutsche Bank hatte bereits am Vortag Eckdaten ihrer Quartalsbilanz veröffentlicht, nachdem Gespräche mit der Commerzbank über einen möglichen Zusammenschluss abgebrochen worden waren. Unter dem Strich fuhr das Institut einen Gewinn von 201 Millionen Euro ein und übertraf damit die Erwartungen des Finanzmarktes klar.

Im vergangenen Jahr hatte das Ergebnis nach Steuern bei 120 Millionen Euro gelegen. Die Einnahmen sanken jedoch um neun Prozent auf 6,35 Milliarden Euro.

Die Erträge in der Privat- und Firmenkundenbank beliefen sich im ersten Quartal auf 2,5 Milliarden Euro - ein Minus von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr - allerdings legte das verwaltete Vermögen um sechs Prozent auf 502 Milliarden Euro zu.

Das Geschäft auf dem Heimatmarkt Deutschland ging um sieben Prozent zurück. Der Gewinn vor Steuern gab um elf Prozent auf 287 Millionen Euro nach.

DWS verschärft Sparkurs

Auch die Vermögensverwaltungstochter der Deutschen Bank, DWS, ließ sich am Freitag in die Zahlen blicken. Das Unternehmen verschärft seinen Sparkurs und schraubt an den Zielen. Zwar konnte die Deutsche-Bank-Tochter erstmals seit dem Börsengang im vergangenen Frühjahr frisches Geld bei den Kunden einwerben, doch die bereinigten Erträge gingen im ersten Quartal auf 534 Millionen Euro zurück – vier Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie die DWS am Freitag mitteilte. Dank Einsparungen konnte die DWS ihr bereinigtes Ergebnis vor Steuern dennoch um neun Prozent auf 153 Millionen Euro steigern.

Der Preiskampf unter den Vermögensverwaltern bleibt hart: Die Managementgebührenmarge der DWS sank im ersten Quartal auf nur noch 30 Basispunkte – einen Wert, den der Vermögensverwalter bislang stets als Mindestziel ausgegeben hatte.

Nun erklärte die DWS, ihre mittelfristigen Ziele „stärker mit dem Marktumfeld in Einklang“ zu bringen. Das Kostenziel habe künftig höchste Priorität, die Einsparungen würden beschleunigt. Im laufenden Jahr soll die Aufwand-Ertrags-Quote auf etwa 70 Prozent von 71,4 Prozent im ersten Quartal sinken, mittelfristig strebt der Vermögensverwalter weiterhin eine Quote von 65 Prozent an.

Die verwalteten Vermögen will die DWS 2019 stärker als der Markt steigern, der nach Annahmen des Unternehmens um zwei bis drei Prozent wachsen wird. Bislang hatte sich die DWS hier ein Plus von drei bis fünf Prozent vorgenommen.

Im ersten Quartal flossen der Deutschen-Bank-Tochter netto 2,5 Milliarden Euro zu - das entsprach 1,5 Prozent der verwalteten Vermögen. Das verwaltete Vermögen stieg per Ende März auf 704 Milliarden Euro.

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  • dpa
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