Quartalsbilanz Erdbeben in Japan beschert Munich Re Milliardenverlust

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Der Rückversicherer leidet zudem unerwartet stark unter den Tornados in den USA. Munich Re rechne mit einer Schadenbelastung in einer Größenordnung von 100 bis 150 Millionen Euro, teilte der weltweit größte Rückversicherer im Ausblick für das Gesamtjahr 2011 mit. Im ersten Quartal hatten Naturkatastrophen in Australien, Neuseeland und Japan Munich Re mit 2,7 Milliarden Euro belastet. Auch im Monat April habe es weitere schwere Unwetter gegeben. So sei der Süden und Mittlere Westen der USA von den verheerendsten Tornados seit Jahrzehnten heimgesucht worden.

Konkurrent Hannover Rück erwartet dagegen kaum größere Lasten durch die Tornados in Amerika. Finanzchef Roland Vogel sagte in einer Telefonkonferenz auf eine entsprechende Frage, ihn würde es wundern, wenn die Belastung für die Hannoveraner überhaupt zweistellig würde und es damit in die Hannover-Rück-Liste der Großschäden schaffen würde. Der drittgrößte Rückversicherer beurteilt Belastungen ab fünf Millionen Euro als Großschäden.

Experten gehen davon aus, dass die Tornados in Amerika die Versicherungswirtschaft mit bis zu fünf Milliarden Dollar belasten könnten.

Die Erstversicherung hat Munich Re im ersten Quartal stärker als erwartet belastet. Der Gewinn der Sparte sei um zwei Drittel von 165 auf 56 Millionen Euro eingebrochen, teilte der Versicherungskonzern im Rahmen des Quartalsergebnisses mit. Das konsolidierte Konzernergebnis der Ergo Versicherungsgruppe sank von 78 auf 15 Millionen Euro.Damit ging die Hoffnung des Managements nicht auf, die Erstversicherung könne in schlechten Zeiten einen Ausgleich für Verluste in der Rückversicherung liefern.

Ausschlaggebend für den Ergebnisrückgang der Erstversicherung gegenüber dem Vorjahr seien ein geringeres Kapitalanlageergebnis sowie Belastungen durch das internationale Geschäft, erklärte Ergo. Die Munich-Re-Gruppe hat im ersten Quartal insgesamt einen Verlust von knapp einer Milliarde Euro ausgewiesen. Grund waren die Naturkatastrophen in Australien, Neuseeland und Japan. Diese schlugen in der Sparte Rückversicherung mit 2,7 Milliarden Euro negativ zu Buche.

In der Erstversicherung, also im Geschäft mit Privatleuten und Firmen, musste Ergo Abschreibungen in Höhe von 34 Millionen Euro auf den Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige Vermögensgegenstände in Südkorea vornehmen. Das ist bitter, denn das Auslandsgeschäft galt bei Ergo bisher als Hoffnungsträger für wachsende Einnahmen und höhere Gewinne.

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