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Quartalsergebnisse Bank of America/Goldman Sachs Goldman Sachs übertrifft als einzige US-Bank die Erwartungen

Bank of America und Goldman Sachs glänzen mit hohen Gewinnen. Lediglich beim Handel mit Anleihen machen sich die Turbulenzen an der Finanzmärkten bemerkbar.
Update: 16.01.2019 - 15:36 Uhr Kommentieren
Goldman Sachs will zur Hälfte Frauen einstellen Quelle: AP
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Die US-Bank ist hochprofitabel und erfindet sich gerade neu.

(Foto: AP)

New YorkDie US-Investmentbank Goldman Sachs hat die hochgesteckten Erwartungen der Wall Street als bisher einzige US-Großbank in der angelaufenen Berichtssaison übertroffen. Während andere Institute nach den jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten im Schlussquartal teils heftige Dämpfer hinnehmen mussten, überdeckte bei Goldman ein starkes Handelsgeschäft mit Aktien Verluste bei Anleihen.

Die Erlöse im Aktienhandel legten im vierten Quartal um 17 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar zu, während der Bondshandel fast ein Fünftel auf 822 Millionen Euro einbrach, wie Goldman Sachs am Mittwoch mitteilte.

Unter dem Strich führte das zu einem Quartalsgewinn von 2,32 Milliarden Dollar. Wegen der deutlich besser als erwartet ausgefallenen Bilanz verteuerte sich die Aktie vorbörslich um 3,6 Prozent, weil viele Anleger begeistert zugriffen. Netto verdiente die Bank im Jahr 2018 knapp zehn Milliarden Dollar - 168 Prozent mehr als im Vorjahr. Grund dafür ist auch die Unternehmenssteuerreform in den USA, die das Jahr 2017 belastet hatte, 2018 aber zu deutlich steigenden Gewinnen führte. Vor Steuern legte der Jahresgewinn um zwölf Prozent auf 12,5 Prozent zu.

Auch die Bank of America konnte mit hohen Gewinnen glänzen. Wie die zweitgrößte Bank der USA mitteilte, betrug der Gewinn im vierten Quartal 7,3 Milliarden Dollar - er war unter anderem wegen der Steuerreform damit rund drei Mal so hoch wie vor Jahresfrist. Im Gesamtjahr belief sich das Ergebnis unter dem Strich auf 28,1 (2017: 18,2) Milliarden Dollar.

Das Geschäft brummte bei den Amerikanern, lediglich im Handel mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen machten sich wie bei anderen Häusern auch die jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten bemerkbar.

Am Montag und Dienstag hatten US-Branchenprimus JP Morgan sowie die Rivalen Citigroup und Wells Fargo ebenfalls Jahresgewinne in zweistelliger Milliardenhöhe vermeldet. Die Aktionäre hatten allerdings noch mehr erhofft.

Der US-Finanzsektor profitierte im vergangenen Jahr wegen der Steuersenkungen der Trump-Regierung von niedrigeren Abgaben an den Fiskus, doch auch sonst liefen die Geschäfte der Banken rund. Am Donnerstag setzt Morgan Stanley in den USA den Bilanzreigen fort.

Allein die fünf Institute Bank of America, Citigroup, Goldman Sachs, JPMorgan und Wells Fargo verdienten 2018 zusammen fast 110 Milliarden Dollar. Diese Zahl zeigt einmal mehr deutlich, wie weit die US-Banken bis auf wenige Ausnahmen der internationalen Konkurrenz enteilt sind. Derzeit kann eigentlich nur die britische HSBC mit ihrem starken Standbein in Asien mit den Amerikanern Schritt halten.

Für die Deutsche Bank, die vor der Finanzkrise zumindest noch in Schlagdistanz zu den meisten US-Geldhäusern war, ist der Vergleich schmerzlich. Am 1. Februar ist dann Deutschlands größtes Geldhaus an der Reihe. Christian Sewing, der seit April amtierende Chef des größten heimischen Instituts, hat den Investoren den ersten Jahresgewinn seit 2014 in Aussicht gestellt.

Doch die Analysten erwarten derzeit im Schnitt gerade mal einen Überschuss von zirka 400 Millionen Euro - so viel Geld hatte JP Morgan im vergangenen Jahr an gerade mal fünf Arbeitstagen verdient.

  • rtr
  • dpa
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