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Quartalszahlen Bank of America verdient trotz Milliardenabschreibung mehr als erwartet

Im Zusammenhang mit einem Joint-Venture muss die US-Bank zwei Milliarden US-Dollar abschreiben. Analysten hatten das bereits einkalkuliert.
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Im Privatkundengeschäft erzielt das US-Institut etwa die Hälfte der Gewinne. Quelle: Bloomberg
Filiale von Bank of America in Chicago

Im Privatkundengeschäft erzielt das US-Institut etwa die Hälfte der Gewinne.

(Foto: Bloomberg)

New York Bei der Bank of America haben im vergangenen Quartal milliardenschwere Abschreibungen ins Kontor geschlagen. Der Gewinn des zweitgrößten US-Geldhauses nach Bilanzsumme brach um ein Fünftel auf 5,3 Milliarden Dollar ein, wie das Institut am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten allerdings mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet. Die Aktien legten im vorbörslichen Handel an der Wall Street um knapp zwei Prozent zu.

Im Tagesgeschäft lief es bei Bank of America unerwartet gut. Im Privatkundengeschäft, in dem das Institut etwa die Hälfte der Gewinne erzielte, stieg das Volumen der Kredite und Spareinlagen an. Die Erträge legten deshalb zu. Im Investmentbanking blieben die Einnahmen ungeachtet der Turbulenzen an den globalen Börsen stabil. Insgesamt stiegen die Konzernerträge um knapp ein halbes Prozent auf 22,8 Milliarden Dollar.

Im Zusammenhang mit dem mit First Data gemeinsam betriebenen Joint-Venture Bank of America Merchant Services (BAMS) musste das Institut zwei Milliarden Dollar abschreiben. Bank of America hatte im dritten Quartal entschieden, die Partnerschaft mit dem Zahlungsdienstanbieter zu beenden. Die Abschreibungen waren daher von Analysten bereits erwartet worden.

Besser als erwartet lief es auch bei der Bank of New York Mellon. Die weltgrößte Depotbank verdiente im vergangenen Quartal trotz rückläufiger Erträge eine Milliarde Dollar, wie sie mitteilte. Das waren zwar rund sieben Prozent weniger als im Berichtszeitraum vor einem Jahr, Analysten hatten aber einen noch stärkeren Rückgang prognostiziert.

Wegen der Unsicherheiten in Folge des Handelsstreits zwischen Peking und Washington sowie politischen Spannungen im Nahen Osten hatte es in den vergangenen Monaten Turbulenzen an den weltweiten Kapitalmärkten gegeben. Mehrere Unternehmen begruben Pläne für Börsengänge - den Investmentbanken gingen so wichtige Erträge durch die Lappen. Zudem drückten niedrigere Leitzinsen in den USA auf die Erträge der Banken. Die Notenbank Fed hatte im dritten Quartal zwei Mal die Zinsen gesenkt.

Die größte US-Bank JP Morgan profitierte im dritten Quartal von einem Boom im Anleihehandel, auch das klassische Geschäft mit Privat- und Firmenkunden legte zu. Dagegen kämpfte Goldman Sachs mit Einbußen im Investmentbanking. Die beiden Geldhäuser hatten ihre Zahlen am Dienstag vorgelegt.

Mehr: Warum die US-Bank JP Morgan die Konkurrenz in den Schatten stellt.

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  • rtr
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