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Quartalszahlen BNP übertrifft Erwartungen und verdient 2,46 Milliarden Euro

BNP Paribas verdient im zweiten Quartal gut drei Prozent mehr als vor Jahresfrist. Für die Großbank zahlt sich der Umbau des Investmentbankings aus.
Update: 31.07.2019 - 14:05 Uhr Kommentieren
BNP Paribas überrascht mit mehr Gewinn Quelle: Reuters
BNP Paribas

Die französische Großbank ist mit einem Börsenwert von 52 Milliarden Euro hinter Santander die wertvollste Bank der Eurozone.

(Foto: Reuters)

Paris Die französische Großbank BNP Paribas hat im zweiten Quartal den Gewinn erhöht. Dazu trugen leicht gestiegene Erlöse, geringere Steuern und der Gewinn aus dem Verkauf der Beteiligung an der indischen SBI Life Insurance bei. Der Nettogewinn stieg um 3,1 Prozent auf 2,46 Milliarden Euro nach 2,39 Milliarden Euro im Vorjahrszeitraum.

Die Erlöse erhöhten sich leicht auf 11,22 Milliarden Euro nach zuvor 11,21 Milliarden Euro. Besonders aktiv ist die Bank – gemessen an der Marktkapitalisierung nach der spanischen Santander die Nummer zwei der Euro-Zone – in Frankreich, Belgien, Italien und Luxemburg. Wie auch schon im ersten Quartal profitierte die Bank von einem Teilverkauf von 2,5 Prozent der Aktien an SBI Life in Höhe von 612 Millionen Euro.

Mit dem Quartalsergebnis übertraf die Bank die Erwartungen der Analysten. Diese hatten mit einem Nettoergebnis von 2,11 Milliarden Euro und Erlösen von 10,95 Milliarden Euro gerechnet. Die Kernkapitalquote, die die Liquidität der Bank misst, verbesserte sich Ende Juni auf 11,9 Prozent im Vergleich zu 11,7 Prozent Ende März.

Der Markt reagierte positiv auf die Zahlen. Die Aktie legte um bis zu vier Prozent zu. Seit Anfang des Jahres hat die Aktie schon um fast neun Prozent hinzugewonnen – weit mehr als der restliche europäische Bankenmarkt. Auf Jahressicht ist die Aktie allerdings um 23 Prozent gefallen. Die Börsenkapitalisierung liegt derzeit bei mehr als 53 Milliarden Euro.

Die Resultate von April bis Juni konnte die Bank vor allem erreichen, weil die Investmentsparte (Banque de Financement et d’Investissement – BFI) sich erholt hat. Die Einnahmen stiegen hier um vier Prozent und erreichten 3,099 Milliarden Euro. Im Privatkundenbankgeschäft blieb es schwierig – vor allem durch die niedrigen Zinsen, die auf die Margen drücken.

Um das auszugleichen, setzt die BNP Paribas auf Kostenreduzierung im gesamten Bankennetz in Europa. Seit Anfang 2017 hat die Bank 333 Geschäftsstellen abgebaut, 123 in Frankreich, 145 in Belgien und 65 in Italien, wo die Bank einen Sparplan ankündigte. Bis 2021 sollen dort insgesamt 1500 Stellen eingespart werden. Zudem sollen in Belgien noch „229 Geschäftsstellen bis 2021 geschlossen werden“, hieß es.

Die Kunden setzen immer mehr auf Online-Banking, was viele Geschäftsstellen überflüssig macht. Allerdings will man weiterhin auf dem belgischen Markt aktiv bleiben und Präsenz mit Zweigstellen zeigen. Der Strategieplan, der Anfang 2017 vorgestellt wurde, sieht vor, dass bis 2020 insgesamt 3,3 Milliarden Euro eingespart werden. Bisher kam die Bank auf 1,5 Milliarden Euro Einsparungen.

Mehr: Auch die Credit Suisse stellte am Mittwoch ihre Quartalszahlen vor. Die Schweizer Bank steigert den Gewinn und die verwalteten Vermögen – und zeigt damit eine bessere Entwicklung als die Konkurrenz.

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