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Quartalszahlen Credit Suisse übertrifft die Erwartungen

Die Schweizer Großbank hat sich im ersten Quartal wacker geschlagen. Warum die Vorzeichen für die europäische Konkurrenz, die bald Zahlen vorlegt, trotzdem gemischt ausfallen.
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Der Chef der Schweizer Bank Credit Suisse zeigt sich mit der Restrukturierung des Instituts zufrieden. Quelle: dpa
Tidjane Thiam

Der Chef der Schweizer Bank Credit Suisse zeigt sich mit der Restrukturierung des Instituts zufrieden.

(Foto: dpa)

Zürich Die Zahlen waren besser als gedacht: Die Schweizer Großbank Credit Suisse verdiente in den ersten drei Monaten des Jahres 749 Millionen Franken. Das waren acht Prozent mehr als im Vorjahresquartal und mehr als von Analysten erwartet. „In einem schwierigen Quartal erzielten wir das fünfte Quartal in Folge einen Gewinn“, sagte Bankchef Tidjane Thiam. Die dreijährige Restrukturierung mache sich für die Bank bezahlt.

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten: Während die Schweizer in der Vermögensverwaltung trotz des schwierigen Umfelds mehr verdienten, ging der Gewinn im Investmentbanking zurück. Für die europäischen Konkurrenten, die in den kommenden Tagen ihre Quartalsbilanzen präsentieren, fallen die Vorzeichen aus Zürich also gemischt aus.

Das Geschäft der Credit Suisse verlief dabei sehr volatil: Nach einem schwierigen Januar und einer leichten Erholung im Februar sei ein starker März gefolgt, wird Bankchef Tidjane Thiam zitiert. Dabei gingen die Erträge der Credit Suisse um vier Prozent auf rund 5,4 Milliarden Franken zurück.

Allerdings konnten die Schweizer die Kosten noch stärker senken, sodass der Gewinn unterm Strich höher ausfällt. Dieses Muster hatte Bankchef Thiam in der Vergangenheit immer wieder verteidigt. Sein Credo: Die Bank setze nicht auf Ertragswachstum um jeden Preis, sondern auf Kostendisziplin.

In den vergangenen drei Jahren hatte der französisch-ivorische Manager das Investmentbanking verkleinert und die Vermögensverwaltung ausgebaut - und folgte damit der Strategie des Schweizer Rivalen UBS. Die ersten Quartalszahlen nach dem Ende der Restrukturierung wertet Thiam nun als Beleg, dass seine Strategie aufgeht.

Tatsächlich erweist sich die internationale Vermögensverwaltung als Zugpferd. Hier konnte die Bank den Vorsteuergewinn im Vergleich zum ersten Quartal des vergangenen Jahres um acht Prozent auf 523 Millionen Franken steigern. Im Heimatmarkt Schweiz und im Asien-Pazifik-Geschäft ging der Vorsteuergewinn dagegen zurück.

Die Handelssparte, Global Markets genannt, kehrte nach zwei verlustreichen Quartalen in die Gewinnzone zurück. Hier lag der Vorsteuergewinn bei rund 283 Millionen US-Dollar. Während die Erträge aus dem Aktiengeschäft weitgehend stabil blieben, gingen sie im Anleihehandel zurück.

Die Flaute im Anleihehandel könnte sich auch beim Konkurrenten Deutsche Bank bemerkbar machen, der am Freitag seine Zahlen präsentiert. Die Frankfurter sind in der Disziplin stark aufgestellt. Im Investmentbanking- und Kapitalmarktgeschäft schrieb die Credit Suisse gar rote Zahlen. Die Bank spricht von einem „schwierigen Geschäftsumfeld“, der Verlust vor Steuern liegt bei 94 Millionen Dollar.

Für das Gesamtjahr peilt die Credit Suisse weiter einen Gewinn von rund vier Milliarden Franken an. Der Ausblick auf das zweite Quartal bleibt vorsichtig optimistisch. Zwar spricht die Credit Suisse weiter von „geopolitischen und makroökonomischen Bedenken“, aber: „ihre Auswirkungen haben sich unserer Ansicht nach aber bereits abgeschwächt, und das Vertrauen der Kunden kehrt allmählich zurück“.

Der Erzrivale UBS, der am Donnerstag seine Zahlen präsentiert, hatte seine Aktionäre bereits im März vor mauen Zahlen gewarnt. Das erste Quartal sei eines der schlechtesten Quartale der vergangenen Jahre, warnte UBS-Chef Sergio Ermotti auf einer Investorenkonferenz.

Auch bei den amerikanischen Rivalen verlief das erste Quartal enttäuschend. Die Wall-Street-Institute verdienen zwar viel mehr als die europäische Konkurrenz, doch den Schwachen Handel mit Aktien und Anleihen und die Flaute bei Börsengängen bekamen die US-Großbanken deutlich zu spüren.

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