Quartalszahlen Versicherer Zurich wächst stärker als erwartet

Die Prämieneinnahmen bei Schaden- und Unfallversicherungen von Zurich sind gestiegen. Dadurch ist der Versicherer stärker gewachsen als erwartet.
Update: 09.05.2018 - 15:44 Uhr Kommentieren
Das Schweizer Unternehmen ist Europas fünftgrößter Versicherungskonzern. Quelle: Reuters
Zurich Insurance Group

Das Schweizer Unternehmen ist Europas fünftgrößter Versicherungskonzern.

(Foto: Reuters)

ZürichGuter Jahresauftakt für den Versicherer Zurich: Das Geschäft des Versicherungskonzerns wuchs im ersten Quartal etwas stärker als erwartet. Zudem konnte der fünftgrößte Versicherer Europas sein Kapitalpolster weiter ausbauen. „Wir freuen uns über die Entwicklung unserer Geschäftstätigkeiten im ersten Quartal“, sagt Finanzchef George Quinn. Der Versicherer mache gute Fortschritte bei der Erreichung seiner Ziele für die kommenden Jahre.

In der größten Sparte Schaden- und Unfallversicherung stiegen die Prämieneinnahmen im ersten Quartal um fünf Prozent auf 9,33 Milliarden Dollar. Analysten hatten lediglich mit einem Plus von zwei Prozent gerechnet. Bereinigt um Zukäufe und Veräußerungen sowie Wechselkurseffekte ergab sich ein leichter Rückgang um ein Prozent. „Das Unternehmen nahm weitere Änderungen am Volumen vor, um die Rentabilität zu steigern“, urteilt Vontobel-Analyst Stefan Schuermann. Mit anderen Worten: Zurich macht weniger Geschäft, das dafür aber profitabler sein soll.

Im Sachversicherungsgeschäft konnte Zurich die Tarife um rund zwei Prozent steigern. In der Lebensversicherung nahmen die Prämieneinnahmen im Zeitraum Januar bis März um ein Prozent auf 1,25 Milliarden Dollar ab. Gewinnzahlen gibt das Unternehmen nur zum Halbjahr und am Jahresende bekannt.

Das Kapitalpolster konnte der Konzern leicht ausbauen: Die geschätzte Kapitalquote im firmeneigenen Modell namens Z-ECM kletterte um einen Prozentpunkt auf 133 Prozent. „Die Kapitalposition bleibt sehr stark“, schreibt UBS-Analyst Arjan van Veen. Das verschaffe Zurich finanziellen Spielraum für Zukäufe oder Ausschüttungen an die Aktionäre. Zuletzt hatte der Versicherer die Dividende erhöht und ein Aktienrückkaufprogramm aufgelegt. Letzteres sollte laut Finanzchef Quinn die Verwässerung der Aktien eindämmen, die durch die Ausgabe von Mitarbeiterpapieren entstanden war.

Zurich hat Großtransaktionen unterdessen eine Absage erteilt. „Wir leben nicht für Fusionen und Zukäufe“, sagte Finanzchef George Quinn am Mittwoch in einer Telefonkonferenz für Analysten. Für das Unternehmen stünden die operativen Vorhaben an oberster Stelle. Großtransaktionen würden enorm vom Geschäft ablenken. „Wir glauben nicht an diesen großangelegten Multi-Markt-Zugang bei M&A“, erklärte Quinn.

Allianz-Chef Oliver Bäte, der seit längerem mit großen Übernahmen liebäugelt, hatte vor dem Hintergrund der hohen Kaufpreise in der Branche jüngst eine „Fusion unter Gleichen“ mit einem großen Konkurrenten ins Spiel gebracht. Als möglicher Fusionspartner für die Allianz wird immer wieder Zurich genannt.

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