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Ratingagentur Fitch MKB-Verkauf entlastet BayernLB

Die BayernLB hat ihre Tochter MKB an den ungarischen Staat verkauft. Die Ratingagentur Fitch bewertet das positiv. Die MKB hat der BayernLB regelmäßig Verluste eingebrockt und die Vorstände stark beansprucht.
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Das beleuchtete Logo der Bayerischen Landesbank: Die BayernLB hatte sich mit riskanten Investitionen und der Expansion in Österreich verhoben und war in der Finanzkrise vom Freistaat gerettet worden. Quelle: dpa

Das beleuchtete Logo der Bayerischen Landesbank: Die BayernLB hatte sich mit riskanten Investitionen und der Expansion in Österreich verhoben und war in der Finanzkrise vom Freistaat gerettet worden.

(Foto: dpa)

FrankfurtDie Ratingagentur Fitch sieht die Veräußerung der BayernLB-Tochter MKB an den ungarischen Staat positiv. „Der Verkauf der MKB entlastet die BayernLB“, erklärte Michael Dawson-Kropf, der Leiter des deutschen Bankenanalyse-Teams von Fitch, am Freitag in Frankfurt. Die MKB habe der zweitgrößten deutschen Landesbank regelmäßig Verluste eingebrockt und die Vorstände stark beansprucht. „Diese Zeit könnte das Management nun für das Kerngeschäft nutzen“, sagte Dawson-Kropf.

Die BayernLB muss beim bevorstehenden MKB-Verkauf, der am Donnerstag verkündet wurde, zwar gut 200 Millionen Euro drauflegen. Die Belastungen für das Geldhaus, das mehrheitlich dem Land Bayern gehört, fallen damit aber geringer aus als von vielen Experten erwartet. Aus Sicht von Fitch sollte die Münchener Bank in Zukunft verstärkt daran arbeiten, weitere Ertragsquellen zu erschließen. „Neben dem Zinsertrag aus dem Kreditgeschäft muss sie versuchen, auch mehr Provisionserträge zu erzielen - etwa aus dem Zahlungsverkehr“, sagte Dawson-Kropf. „Das hilft der Bank, schwächere Phasen im Kreditgeschäft abzufedern.“

Die BayernLB hatte sich mit riskanten Investitionen und der Expansion in Österreich verhoben und war in der Finanzkrise vom Freistaat gerettet worden. Seitdem hat sie Risiken abgebaut, Beteiligungen verkauft und sich wieder auf das Geschäft mit Privat- und Firmenkunden, der Immobilienwirtschaft und den Sparkassen konzentriert. Die letzte große Altlast, die der neue Vorstandschef Johannes-Jörg Riegler noch abarbeiten muss, ist der Streit mit der ehemaligen österreichischen Tochter Hypo Alpe Adria über die Rückzahlung milliardenschwerer Kredite.

  • rtr
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