Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Ratingagenturen S&P verteidigt jüngste Herabstufungen

Der Deutschlandchef der Agentur Standard + Poors hat das Unternehmen gegen die zunehmende Kritik in der Eurokrise verteidigt. Mit eindeutigen Worten rechtfertigte sich Torsten Hinrichs für die jüngsten Herabstufungen.
1 Kommentar
Das Bürogebäude der amerikanischen Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) in New York. Die Agentur ist wegen ihrer jüngsten Herabstufungen in der Eurokrise in die Kritik geraten. Quelle: dpa

Das Bürogebäude der amerikanischen Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) in New York. Die Agentur ist wegen ihrer jüngsten Herabstufungen in der Eurokrise in die Kritik geraten.

(Foto: dpa)

Berlin S+P-Deutschlandchef Torsten Hinrichs hat die internationalen Ratingagenturen gegen die wachsende Kritik in der Euro-Schuldenkrise verteidigt. Es sei nicht Aufgabe der Bonitätswächter zu beurteilen, ob Rettungsprogramme der Regierungen politisch richtig seien.

„Unsere Aufgabe ist es, eine Meinung dazu abzugeben, ob die zukünftige Zahlungsfähigkeit gegeben ist oder nicht“, sagte Hinrichs in der ARD. Die Ratingagenturen würden auch nicht immer genau dann bestimmte Länder herabstufen, wenn die Politiker nach Lösungen für ein verschuldetes Land wie etwa Portugal oder Griechenland suchten. Er würde das Vorgehen der Agenturen deshalb „absolut nicht als besonders brutal bezeichnen im Augenblick“.

In dem konkreten Beispiel, nämlich dem französischen Vorschlag für eine Beteiligung von Banken und Versicherungen an Hilfen für Griechenland, sei die Möglichkeit gegeben, dass die ursprüngliche Laufzeit von zwei oder vier Jahren gegen ein Laufzeit von 30 Jahren ausgetauscht werde, erklärte Hinrichs. Zudem sollten diese neuen Anleihen für etwa zehn Jahre nicht handelbar sein.

„Das hat nichts mehr zu tun mit dem ursprünglichen Zahlungsversprechen. Und deswegen ist es nach unseren Kriterien ein zumindest teilweiser Zahlungsausfall“, bekräftigte Hinrichs die Position von S+P zu dem französischen Modell.

  • rtr
Startseite

1 Kommentar zu "Ratingagenturen: S&P verteidigt jüngste Herabstufungen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Dann ist also ein Vorschlag, die Möglichkeit einer Laufzeitverlängerung ein Zahlungsausfall ? Ein dämlicheres Argument für eine Manipulation des Euro/US$-Kurses hat man ja wohl noch nicht gehört !

Serviceangebote