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Rechtsstreit beendet Ende einer 35-jährigen Familienfehde: Arag-Erbin Petra Faßbender erhält Millionenabfindung

Nach jahrzehntelangem Rechtsstreit ist entschieden: Der Arag-Chef muss seiner Schwester einen Millionen-Ausgleich für die Firmenanteile zahlen.
Update: 07.03.2019 - 15:27 Uhr Kommentieren
Ende einer langen Familienfehde. Quelle: dpa
Arag-Hochhaus in Düsseldorf

Ende einer langen Familienfehde.

(Foto: dpa)

FrankfurtEs war ein Zoff in Dauerschleife – doch nun hat ein Gericht einen Schlussstrich gezogen. Nach 35 Jahren hat der rekordverdächtig lange Rechtsstreit der Arag-Erbin Petra Faßbender, 68, mit ihrem Bruder Paul-Otto, 72, um das Testament des Vaters ein Ende gefunden. Das Oberlandesgericht Düsseldorf bestätigte das erstinstanzliche Urteil aus dem Jahr 2017 nun rechtskräftig, wie das Gericht mitteilte.

Der heutige Arag-Chef muss demnach seiner jüngeren Schwester Petra als Ausgleich für die Firmenanteile des Familienzweigs rund 3,5 Millionen Euro plus Zinsen zahlen. Das Urteil ist das vorläufige Ende einer langen Familienfehde.

Streitpunkt in dem 35 Jahre währenden Prozess war das Testament des Vaters der beiden von 1965. Der hatte vor seinem Tod 1972 verfügt, dass seine Anteile am Düsseldorfer Versicherungskonzern in einer Hand bleiben und seinem Sohn vermacht werden sollen. Die Schwester sollte eine Abfindung bekommen. Über deren Höhe und über einen Zusatz zum Testament entbrannte der Streit.

Mindestens 15 Millionen Euro hatte Petra Faßbender zuletzt aus dem Erbe gefordert. Der Richterspruch ist insofern ein Dämpfer für die Krankenhaus-Unternehmerin. Sie muss nun auch 75 Prozent der Prozesskosten tragen.

Die Versicherungs-Erbin erhält nach Jahrzehnten eine Abfindung. Quelle: Axa
Petra Faßbender

Die Versicherungs-Erbin erhält nach Jahrzehnten eine Abfindung.

(Foto: Axa)

„Ich lasse mich nicht mit Almosen abspeisen“, hatte die Betriebswirtin und Mutter von drei adoptierten Kindern in ihrem einzigen Interview mit der Zeitschrift „Bunte“ vor einigen Jahren erklärt. Ansonsten tritt sie kaum in der Öffentlichkeit in Erscheinung.

Dennoch ist der Zank der Geschwister noch nicht endgültig beigelegt. Im September 2015 war Mutter Gisela Faßbender gestorben. Auch sie hatte ein Testament hinterlassen, das ihre Anteile an dem Versicherungskonzern beiden Kindern zuspricht.

Petra Faßbender aber ficht auch dieses Testament an. Die Klage ist bereits eingereicht.

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