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Rechtsstreitigkeiten Meinl und Atrium begraben das Kriegsbeil

Die Wiener Meinl-Bank und die Atrium-Immobiliengesellschaft haben sich wegen einem der größten Anlegerskandale mit Milliardenklagen überzogen. Die Einstellung der Streitigkeiten ist für beide Seiten günstiger.
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Wien Die Wiener Meinl-Bank und die Immobiliengesellschaft Atrium, die früheren Meinl European Land (MEL), haben ihren Milliardenstreit beigelegt. Beide Unternehmen kündigten zum Wochenschluss an, dass sie alle gegeneinander gerichteten Rechtsstreitigkeiten einstellen und auch auf gegenseitige Forderungen verzichten. Geld sei bei dem Kompromiss nicht geflossen.

Beide Seiten hatten sich im vergangenen Jahr gegenseitig mit Milliardenklagen überzogen. Davon profitierten bislang vor allem die Rechtsanwälte beider Parteien. Meinl-Bank und Atrium haben offenbar eingesehen, dass sie mit der Einstellung aller Verfahren günstiger davonkommen.

Der frühere Meinl-Immobilienfonds MEL hatte einen der größten Anlegerskandale in Österreich ausgelöst. Julius Meinl, oberster Vertreter der Unternehmerfamilie Meinl, zu der auch die Bank gehört, saß wegen der Vorwürfe auch für kurze Zeit in Untersuchungshaft. 2008 hatten eine Citibank-Tochter und die Immobiliengesellschaft Gazit den Meinl-Fonds MEL übernommen.

Mit der im vergangenen Jahr angestrengten Klage wollten die neuen Eigentümer Meinl zu Schadensersatz wegen fehlgeschlagener MEL-Geschäfte verpflichten. Die Meinl-Bank reagierte daraufhin mit einer milliardenschweren Gegenklage gegen die neuen Eigentümer des früheren Meinl-Fonds. Mit einer falschen Unternehmenspolitik hätten sie für gewaltige Verluste bei MEL gesorgt.

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