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Referenz-Zinssatz Britische Aufseher mahnen Banken, sich auf Libor-Abschaffung 2021 vorzubereiten

Der mehrmals manipulierte Referenz-Zinssatz Libor wird 2021 abgeschafft. Großbritanniens Bankenaufseher wünschen sich einen reibungslosen Übergang.
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Die britische Finanzaufsicht FCA wünscht sich, dass Banken sich bereits jetzt auf die Libor-Ablöse bis 2021 vorbereiten. Quelle: dpa
Bankenviertel Canary Wharf in London

Die britische Finanzaufsicht FCA wünscht sich, dass Banken sich bereits jetzt auf die Libor-Ablöse bis 2021 vorbereiten.

(Foto: dpa)

LondonDie britischen Finanzaufseher wollen die anstehende Ablösung des in Misskredit geratenen Referenz-Zinssatzes Libor so reibungslos wie möglich gestalten. Die Märkte würden informiert, sobald der alte Zinssatz nicht mehr verwendet werden solle, kündigte der für Börsen zuständige Direktor der Finanzaufsicht FCA, Edwin Schooling-Latter, am Montag an. Banken sollten sich schon jetzt darauf einstellen, auf Alternativen umzusteigen und Kontrakte entsprechend anzupassen.

Der Libor soll bis Ende 2021 abgeschafft werden. Als künftiger Standard soll dann der von der britischen Notenbank bereitgestellte Referenzzins Sonia (Sterling Overnight Index Average) dienen.

Der aus den Angaben einzelner Institute berechnete Libor-Zins (London Interbank Offered Rate) ist eine wichtige Richtgröße an den Finanzmärkten. Von ihm hängen weltweit direkt oder indirekt Geschäfte im Volumen von mehreren Hundert Billionen Dollar ab.

Der Satz war in den vergangenen Jahren aber manipuliert worden. Händler hatten ihn durch Absprachen künstlich niedrig gehalten, um selbst mehr zu verdienen. Wegen der Vorfälle wurden weltweit Strafen in Milliardenhöhe verhängt.

In Europa müssen bis 2020 zudem der Euribor- als auch der EONIA-Zinssatz überarbeitet sein. Denn dann tritt eine neue EU-Verordnung in Kraft. Die alten Referenz-Zinssätze genügen dann nicht mehr den Anforderungen.

  • rtr
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