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Regionalverband Niedersächsische Sparkassen schreiben Beteiligung an NordLB vollständig ab

Über ihren Verband halten die Sparkassen in Niedersachsen 26 Prozent an der angeschlagenen NordLB. Nun wollen sie einen klaren Schnitt machen.
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Sparkassen schreiben Beteiligung an NordLB vollständig ab Quelle: dpa
NordLB

Der Schritt der Sparkassen verdeutlicht die schwierige Situation der Landesbank.

(Foto: dpa)

FrankfurtDie 42 niedersächsischen Sparkassen machen einen klaren Schnitt: Laut Finanzkreisen schreiben sie den Buchwert ihrer Beteiligung an der angeschlagenen Norddeutschen Landesbank (NordLB) auf null ab. Darüber hatte zunächst die „Börsen-Zeitung“ berichtet. Dabei geht es demnach um rund 400 Millionen Euro.

Spielraum haben die Sparkassen in Niedersachsen dabei nicht. Sie sind über ihren regionalen Sparkassenverband und somit indirekt an der NordLB beteiligt. Im Falle einer Abschreibung müssen die Sparkassen den Buchwert an ihrer Verbandsbeteiligung mindern und in den Jahresabschlüssen für 2018 melden. Der Sparkassenverband wollte sich dazu nicht äußern.

Der Schritt der Sparkassen verdeutlicht noch einmal die schwierige Situation der NordLB. Auf der Landesbank aus Hannover, die zu 60 Prozent dem Land Niedersachsen gehört, lasten faule Schiffskredite. Sie ist schwach kapitalisiert, wird für 2018 einen Verlust ausweisen und hat ein schlechtes Rating. Das Geldhaus sucht deshalb im Rahmen eines Bieterverfahrens seit Monaten nach dringend benötigten Kapitalgebern.

Die NordLB verhandelt mit Finanzinvestoren über eine Minderheitsbeteiligung. Laut Finanzkreisen hatten zuletzt die US-Beteiligungsfirmen Cerberus und Centerbridge die Nase vorn.

In der öffentlich-rechtlichen Finanzgruppe gibt es derweil auch Gegner einer Privatisierung. Viele hoffen darauf, dass es noch zu einer Lösung innerhalb der eigenen Organisation kommt. Entweder indem doch die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) mit der NordLB fusioniert oder indem der öffentlich-rechtliche Sektor eine wie auch immer geartete Auffanglösung für die NordLB auf die Beine stellt.

Die Helaba hatte kurz vor Weihnachten Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss mit der NordLB beendet. Der größte Konfliktpunkt bei den Gesprächen war das Engagement der niedersächsischen Sparkassen. Sie sollten sich nach dem Wunsch der Hessen an der Kapitalstärkung der NordLB beteiligen.

Zudem sollten die Niedersachsen in eine ähnliche Haftungsgemeinschaft eintreten, wie die Sparkassen in Hessen und Thüringen sie mit der Helaba bilden. In diesem Rahmen gibt es einen zusätzlichen Reservefonds, in den beide Seite einzahlen. Das lehnen die niedersächsischen Sparkassen ab.

Eine „Super-Landesbank“, wie sie Sparkassen-Präsident Helmut Schleweis vorschwebt, rückt mit dem Aus der Gespräche zwischen Helaba und NordLB in die Ferne.

Schleweis hatte angeregt, dass sich an einer Super-Landesbank nach einer Fusion von Helaba und NordLB auch die Landesbank Baden-Württemberg, der Fondsdienstleister Deka und die Immobilienbank BerlinHyp beteiligen.

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