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Restrukturierungsplan Bericht: Deutsche Bank will 9000 Stellen in Deutschland streichen

Dass im Zuge der Restrukturierung der Deutschen Bank 18.000 Jobs wegfallen sollen, ist bereits bekannt. Nun deutet sich an, wie stark es den Heimatmarkt treffen soll.
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Deutschlands größtes Geldhaus will offenbar 9000 Stellen hierzulande streichen. Quelle: dpa
Dunkle Wolken über der Zentrale der Deutschen Bank

Deutschlands größtes Geldhaus will offenbar 9000 Stellen hierzulande streichen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Deutsche Bank will einem Agenturbericht zufolge bei ihrem geplanten Stellenabbau im großen Stil in Deutschland Jobs streichen. Von den 18.000 Stellen, die die Bank weltweit abbauen will, solle rund die Hälfte auf Deutschland entfallen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Deutsche Bank erklärte, es sei zu früh, sich zu Details zu äußern.

Ende 2018 zählte die Deutsche Bank gut 91.700 Vollzeitkräfte weltweit, davon waren rund 41.700 in Deutschland beschäftigt. Bis 2022 sollen noch etwa 74.000 Jobs übrig bleiben. Manager haben erklärt, dass ein großer Teil der Stellenstreichungen in Deutschland stattfinden wird, schwiegen aber zu Details. Auch in London, wo die Deutsche Bank einen großen Standort unterhält, dürfte es zu einem größeren Arbeitsplatzabbau kommen.

Der Vorstandsvorsitzende Christan Sewing hatte Anfang Juli eine tiefgreifende Restrukturierung der Deutschen Bank bekannt gegeben. Stellenstreichungen sind dabei ein wichtiges Element in dem Plan.

Zwar muss die Deutsche Bank den Jobabbau im Privatkundengeschäft – nun der größte Bereich gemessen an den Erträgen – noch im Einzelnen darlegen. Es wird aber zunehmend klar, dass die Einschnitte ebenfalls hoch ausfallen werden. Frank Strauss, der Leiter des Bereichs, verließ die Bank, als die Restrukturierung im Sommer angekündigt wurde, weil er die Pläne nicht unterstützte.

Der neue Leiter des Privatkundengeschäfts in Deutschland, Manfred Knof, durchkämmt derzeit den Bereich nach Sparmöglichkeiten. Er erwägt, die zweite Zentrale des Bereichs in Bonn zu einem Außenposten zu machen, und er könnte die separate rechtliche Struktur des Privatkundengeschäfts auflösen, haben mit der Angelegenheit vertraute Personen Bloomberg berichtet. Das würde der Deutschen Bank Hunderte Millionen Euro an Vergütungs- und Regulierungskosten einsparen, sagten andere Personen.

Die Entscheidung werde vor dem Investorentag der Bank im Dezember getroffen, verlautete weiter aus den Kreisen. Die Finanzaufsichtsbehörden müssen den Veränderungen zustimmen, hätten aber bisher signalisiert, dass sie dem positiv gegenüberstehen, sagte eine Person. Sie werden ihr endgültiges Urteil möglicherweise erst im nächsten Jahr fällen, hieß es weiter.

Mehr: Deutsche Bank holt Privatkundentochter womöglich zurück in die Muttergesellschaft

  • rtr
  • Bloomberg
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