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Rettungsfonds für Banken HSH Nordbank nutzt Rettungshilfen des Bundes

In der kommenden Woche steht für die deutschen Geldhäuser eine Frage im Blickpunkt: Wer nimmt Hilfe aus dem staatlichen Rettungspaket in Anspruch und wer nicht? Die Commerzbank steht kurz davor und ähnlich sieht es bei der HSH Nordbank aus. Bei der Landesbank aus dem hohen Norden geht es offenbar nur noch um Details.
Die HSH Nordbank wird vermutlich Hilfe aus dem Staatsfonds in Anspruch nehmen. Foro: dpa Quelle: dpa

Die HSH Nordbank wird vermutlich Hilfe aus dem Staatsfonds in Anspruch nehmen. Foro: dpa

(Foto: dpa)

BERLIN. Der Aufsichtsrat der HSH Nordbank wird auf seiner Sitzung am Montag eine Entscheidung über den Umfang der Garantien treffen, die die Landesbank aus dem staatlichen Rettungspaket in Anspruch nehmen will. Diese Garantien zielen darauf ab, den Interbankenhandel wieder anzukurbeln.

Konkret wird auch über eine Eigenkapitalerhöhung nachgedacht, die sowohl durch die Eigner als auch über den Rettungsfonds aufgebracht werden könnte, um die Wettbewerbsfähigkeit der Bank zu sichern, bestätigte der schleswig-holsteinische Finanzminister und Aufsichtratsmitglied der Landesbank, Rainer Wiegard gegenüber dem Handelsblatt. Eine Entscheidung darüber stehe allerdings am Montag nicht an. „Wir wissen bis zum heutigen Tage nicht, zu welchen Bedingungen und unter welchen konkreten Auflagen der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung Eigenkapital zur Verfügung stellt“, sagte Wiegard.

Sollte eine sorgfältige Analyse ergeben, dass die Kapitalhilfen des Fonds nicht genutzt werden sollen, weil sie zu teuer und mit einem zu starken Einfluss verbunden seien, „stehen wir bereit“, bekräftigte Wiegard stellvertretend für die Anteilseigner. An der HSH Nordbank sind die Länder Schleswig-Holstein und Hamburg, die Sparkassen Schleswig-Holsteins und der US-Investmentbanker Christopher Flowers beteiligt.

Mit einer Kernkapitalquote von 7,4 Prozent, die die HSH Nordbank nach der Kapitalerhöhung im Frühjahr erreichte, gilt die Landesbank nicht als üppig kapitalisiert. Zudem gehen Finanzkreise davon aus, dass die Bank einen dreistelligen Verlust in diesem Jahr einfahren könnte. Die Abschreibungen auf Wertpapiere beliefen sich im ersten Halbjahr auf rund 500 Mill. Euro, mit weiteren 500 Mill. Euro rechnet Vorstandschef Hans Berger im dritten Quartal, 120 Mill. Euro entfallen dabei auf Lehman Brothers. Die Ergebnisprognose – mit einem Gewinn von 400 Mill. Euro wurde noch Anfang September gerechnet, zog die Bank zurück.

Zum potenziellen Jahresverlust wollte sich Wiegard nicht äußern. Dazu sei es noch zu früh. „Absolut unverantwortlich“ sei es jedoch, wenn in Medien von Insolvenzgerüchten die Rede sei. Die künftige Kapitalausstattung der Bank wolle der Aufsichtsrat davon abhängig machen, wie vergleichbare Banken dastehen. In Großbritannien und den Vereinigten Staaten werden Kernkapitalquoten von neun und zehn Prozent angestrebt.

Bundesbank-Präsident Axel Weber hat sich dafür ausgesprochen, dass deutsche Banken ihre Kernkapitalquote „in der gegenwärtig angespannten Lage der Finanzmärkte auf ein im internationalen Wettbewerbskontext angemessenes Niveau aufstocken“.

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