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Rettungsfonds Soffin schließt Jahr 2014 mit Verlust ab

Bankenrettung ist teuer - und riskant. Bislang ist der deutsche Staat mit seinem Milliarden-Einsatz gut gefahren. Das Geschäftsjahr 2014 schloss der Rettungsfonds Soffin allerdings mit einem Fehlbetrag ab.
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Die Bankenrettung war für den deutschen Staat 2014 ein Verlustgeschäft. Quelle: dpa
Bankenskyline von Frankfurt

Die Bankenrettung war für den deutschen Staat 2014 ein Verlustgeschäft.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Rettung deutscher Banken hat Deutschland im vergangenen Jahr einen Verlust beschert. Der Rettungsfonds Soffin schloss das Geschäftsjahr 2014 mit einem Fehlbetrag von 418,9 Millionen Euro ab, wie die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) am Freitag in Frankfurt mitteilte.

Grund dafür seien vor allem Zinsaufwendungen sowie die Erhöhung der Rückstellung gegenüber der FMS Wertmanagement, der Bad Bank der Hypo Real Estate (HRE). Hintergrund der Rückstellung ist die Entscheidung der österreichischen Regierung, die Bad Bank der Hypo Alpe Adria namens Heta abzuwickeln und dabei sämtliche Schuldenzahlungen zu stoppen. Den Gläubigern wie der FMS Wertmanagement drohen damit hohe Verluste.

Zudem wurde das Soffin-Ergebnis belastet, weil die Anteile an der Commerzbank AG am Bilanzstichtag zu einem niedrigeren Kurs bewertet wurden als zuletzt. In den beiden Vorjahren hatte der Soffin schwarze Zahlen geschrieben.

Der Finanzmarktstabilisierungsfonds (Soffin) war im Herbst 2008 nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers aufgelegt worden. Der mit Steuergeldern ausgestattete Fonds häufte seither einen kumulierten Fehlbetrag von rund 21,9 Milliarden Euro an.

Im Feuer hat der Fonds aktuell noch 16,9 Milliarden Euro an Kapitalhilfen: 9,8 Milliarden Euro bei der HRE, 5,1 Milliarden bei der Commerzbank und 2,0 Milliarden bei der WestLB-Nachfolgerin Portigon.

  • dpa
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