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Romeo Lacher

Der 58-Jährige verbrachte 26 Jahre seines Berufslebens bei der Großbank Credit Suisse.

(Foto: Bloomberg)

Romeo Lacher Ein Börsianer wird Verwaltungsratschef von Julius Bär

Romeo Lacher soll Verwaltungsratsvorsitzender der Privatbank werden – und helfen, sie aus einen Schmiergeldskandal zu führen.
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Eigentlich hat er als Verwaltungsratschef der Schweizer Börse SIX schon genug zu tun. Jetzt winkt Romeo Lacher ein herausfordernder Zweitjob: Wie am Montag publik wurde, soll der 58-Jährige im April zum Verwaltungsratsvorsitzenden der Privatbank Julius Bär gewählt werden – und dort auf Daniel Sauter folgen, der das Amt nach zwölf Jahren niederlegt.

Die traditionsreiche Bank Julius Bär kämpfte zuletzt mit Problemen. Unter dem langjährigen Bankchef Boris Collardi war das Institut mit atemberaubendem Tempo gewachsen. 2018 wechselte Collardi zum Genfer Konkurrenten Pictet – und bewies damit gutes Timing. Denn zuletzt verlor das Geschäft von Bär an Dynamik.

Das selbst gesteckte Kostenziel dürfte die Bank wohl verfehlen. Zugleich sorgten Skandale für Schlagzeilen. So sind die Schweizer etwa in die Schmiergeldaffäre um den venezolanischen Ölkonzern PDVSA verwickelt, die interne Aufarbeitung läuft.

Das klingt nach einem Full-Time-Job für den neuen Bär-Verwaltungsratschef. Trotzdem will Lacher seinen Posten bei der Börse behalten und sich beiden Aufgaben etwa fifty-fifty widmen, heißt es bei der SIX.

Bei dem Börsenbetreiber verantwortete Lacher den wohl größten Umbruch seit dessen Gründung: Im vergangenen Jahr gliederte er das umsatzstarke Zahlungsgeschäft in ein Joint Venture mit dem Konkurrenten Worldline aus. Der Deal war rund zwei Milliarden Franken schwer.

Lacher kennt nicht nur die Börse, sondern auch die Bankenwelt: 26 Jahre seines Berufslebens verbrachte er bei der Großbank Credit Suisse, wo er bis zum Chief Operating Officer aufstieg. Zuvor hatte er die Universität St. Gallen und die Harvard Business School besucht. Der bisherige Bär-Verwaltungsratschef Sauter lobt Lachers „breite Branchenexpertise und langjährige Führungserfahrung“.

Lacher gilt am Schweizer Finanzplatz als bestens vernetzt – und als stressresistent. „Es kann noch so hektisch sein, er bleibt stets ruhig“, sagt einer, der ihn kennt. Ein Talent, das er in seinem neuen Job noch brauchen dürfte.

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