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Royal Bank of Scotland Großbritannien verkauft RBS-Anteile und macht einen Milliardenverlust

Während der Finanzkrise war der britische Staat bei der Bank eingestiegen. Jetzt wurden erneut Anteile im Milliardenwert verkauft – mit hohen Verlusten.
Update: 05.06.2018 - 09:31 Uhr Kommentieren
RBS: Großbritannien verkauft Anteile mit hohen Verlusten Quelle: Reuters
The Royal Bank of Scotland

Die RBS hatte 2017 erstmals seit einem Jahrzehnt wieder einen Jahresgewinn erzielt.

(Foto: Reuters)

LondonAugen zu und durch: Großbritannien hat für mehr als zwei Milliarden Pfund weitere Anteile der verstaatlichten Royal Bank of Scotland verkauft. Bereits am Montag gab die für die Verwaltung der RBS-Anteile zuständige Behörde bekannt, dass der Staat rund 925 Millionen Aktien für etwa 2,6 Milliarden Pfund (rund drei Milliarden Euro) abgegeben hatte.

Der aktuell verkaufte Anteil entspricht etwa 7,7 Prozent der RBS-Anteile insgesamt. Der britische Staat hält demnach noch immer 62 Prozent an dem Institut. Während der Finanzkrise war die Bank in eine bedrohliche Schieflage geraten und hatte gerettet werden müssen.

Wie die Financial Times berichtet, wurde die Aktientransaktion vom Montag zum Kurs von 271 Pence abgeschlossen, ein Abschlag von 3,5 Prozent auf den Schlusskurs vom Montag. Gegenüber dem Preis, der bei der Rettungsaktion 2008 für die Anteile hatte gezahlt werden müssen, entsteht dem Staat – und damit den Steuerzahlern – sogar ein Verlust von 2,1 Milliarden Pfund (rund 2,4 Milliarden Euro).

Gegenüber Kritikern verteidigte Finanzminister Philip Hammond den Verkauf und betonte, das Bankgeschäft sei keine Aufgabe, der sich eine Regierung widmen sollte. Auch RBS-Chef Ross McEwan unterstrich, die Zeit sei nun reif für den weiteren Schritt hin zur Reprivatisierung des Geldhauses. 2008 war das Institut mit insgesamt 45,5 Milliarden Pfund gerettet worden.

Nach dem Deal vom Montag sind allerdings weitere RBS-Anteilsverkäufe durch Großbritanniens Regierung erst einmal ausgeschlossen. Nach frühestens 90 Tagen kann die Regierung erneut Aktien veräußern. Beobachter erwarten, dass sich das Finanzministerium noch vor Ablauf dieses Jahres von einem weiteren RBS-Aktienpaket trennen wird.

Auch der deutsche Staat hatte in der Finanzkrise eine Reihe von Banken finanziell stützen müssen. Darunter auch die Commerzbank. Aktuell hält der Bund noch gut 15 Prozent der Anteile, ist aber durchaus bereit, sich von diesen zu trennen. Damit ein Ausstieg finanziell für den Bund aber nicht zum Verlustgeschäft wird, müsste der Aktienkurs deutlich steigen.

Alternativ käme eine Fusion der Commerzbank mit einem heimischen oder auch einem europäischen Institut infrage. Hartnäckig halten sich Gerüchte über eine Fusion des Hauses mit der Deutschen Bank, im vergangenen Jahr hatte auch die italienische Unicredit angeblich die Übernahmemöglichkeit sondiert.
Mit Material von Reuters

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