Rückversicherer Hannover Rück hält am Gewinnziel für 2018 fest und bleibt für 2019 optimistisch

Dank einer besseren Bilanz von Großschäden erreicht die Hannover Rück am Ende des Jahres wahrscheinlich das Gewinnziel von über einer Milliarden Euro.
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Hannover Rück hält am Gewinnziel für 2018 fest Quelle: dpa
Hannover Rück

Der Rückversicherer verbucht deutlich weniger Großschäden als im vergangenen Jahr.

(Foto: dpa)

FrankfurtDie Hannover Rück hat ihren Gewinn im Sommerquartal, begünstigt durch eine relativ glimpfliche Hurrikan- und Taifunsaison in Nordamerika und Asien, deutlich steigern können.

Wie der viertgrößte Rückversicherer der Welt am Donnerstag in Hannover mitteilte, kletterte das Nettoergebnis nach neun Monaten um fast ein Drittel auf 725 Millionen Euro. Der Konzern bestätigte deshalb sein Gewinnziel für das laufende Geschäftsjahr von „mehr als einer Milliarde Euro“. 2019 will die Hannover Rück dann 1,1 Milliarden Euro schaffen.

Nachdem im Sommer vergangenen Jahres eine ganze Serie schwerer Wirbelstürme im Golf von Mexiko und der Karibik den Rückversicherern das Leben schwer gemacht hatte, sieht die Bilanz der Großschäden in diesem Jahr besser aus.

Nach Angaben von Finanzchef Roland Vogel war der Taifun „Jebi“, der Japan Anfang September traf, mit rund 103 Millionen Euro das für die Hannover Rück teuerste Ereignis, gefolgt vom Taifun „Prapiroon“ Anfang Juli (54,2) und dem Hurrikan „Florence“ Mitte September (39,6) in den USA. Hurrikan „Michael“ im Oktober dürfte laut Vogel ähnlich viel kosten wie „Florence“.

Der Einsturz einer Autobahnbrücke in Genua und eines Staudamms in Kolumbien sowie ein Großfeuer in Australien belasteten die Hannover Rück mit fast 54 Millionen Euro. Das Schadenbudget für das dritte Quartal mussten die Niedersachsen dennoch nicht ausreizen.

Seit Jahresbeginn liegt die Belastung durch Großschäden unter dem Strich bei rund 365 Millionen Euro, kalkuliert hatte das Unternehmen mit einem Budget von 630 Millionen Euro. In den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres hatten sich die Belastungen aus größeren Schäden wie Wirbelstürmen, Waldbränden und ähnlichen Ereignissen auf fast 900 Millionen Euro summiert.

Am Mittwoch hatte die weltgrößte Rückversicherung Münchener Rück mitgeteilt, dass sie nach der Hurrikansaison einen Jahresgewinn zwischen 2,3 und 2,5 Milliarden Euro anpeilt. Im dritten Quartal lag das Ergebnis der Bayern bei fast einer halben Milliarde Euro. Bei der Swiss Re, der Nummer zwei der Branche, hatten Natur- und von Menschen verursachte Katastrophen den Gewinn im Quartal hingegen fast aufgezehrt.

  • rtr
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